Gesundheitsamt startet Umfrage: Wie oft fehlt das Geld für Arzneimittel?

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Kreis Düren. Wie häufig können sich Menschen im Kreis Düren Arzneimittel nicht leisten und was bedeutet dies für ihre Gesundheit? Dies ist die zentrale Frage eines Projekts, an dem sich das Gesundheitsamt des Kreises Düren beteiligt.

In den Städten Düren und Jülich werden ab sofort die Kunden von Tafeln gefragt, wann sie schon mal auf den Kauf von Arzneimitteln verzichten mussten, wenn sie vom Arzt kein Rezept über ein verschreibungspflichtiges Medikament erhalten haben. Seit 2004 dürfen nicht-rezeptpflichtige, aber apothekenpflichtige Arzneimittel wie Schmerzmittel, Nasentropfen oder Mittel gegen Fußpilz in der Regel nicht mehr von den Krankenkassen bezahlt werden.

Auswirkungen auf die Gesundheit

Dies führte dazu, dass gerade Menschen, die wenig Geld zur Verfügung haben, immer häufiger entscheiden, solche Medikamente nicht zu kaufen. Doch was bedeutet dies für die Gesundheit der Menschen?

Bisher liegen darüber kaum Erkenntnisse vor. Die jetzt anlaufende Untersuchung soll Licht in das Dunkel bringen, um die Diskussion über die Versorgung der sozial Benachteiligten mit Arzneimitteln der Selbstmedikation voranzubringen.

Pilotstudie im Jahr 2011

Ziel ist es zu erfassen, wie groß das Problem wirklich ist und auf welche Produkte die Menschen verzichten müssen. Dazu wurde im Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg ein Fragebogen erstellt. Im Kreis Heinsberg wurde 2011 bereits eine Pilotstudie zum Thema unternommen.

Der Fragebogen liegt in deutscher, russischer und türkischer Sprache vor und kann bis Ende Oktober von den Kunden der Tafeln in Düren und Jülich ausgefüllt werden. Das Gesundheitsamt bittet die Tafelkunden um rege Teilnahme an der Befragung. Rückfragen beantwortet Inge Döring, Apothekerin des Gesundheitsamtes Düren, Telefon 02421/22-2424.
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