Genossen fürchten um die Schullandschaft

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Kreis Düren. Die demographische Entwicklung hinterlässt bei der Kreis-SPD große Sorgen um die Zukunft der Schullandschaft an der Rur. Nach der aktuellen Bildungsstatistik des Landes NRW sinkt die Zahl der Schüler in den Klassen 5 bis 10 zwischen Vossenack und Linnich rapide, von über 18.000 Ende 2008 auf nur noch rund 13.500 im Jahr 2018.

„Eine konzertierte Aktion”

Jens Bröker, Fraktionschef und Vorsitzender des Kreis-Schulausschusses, fordert deshalb eine verbesserte Koordinierung der Bildungspolitik im Kreis Düren. „Das Problem kann nicht von den Städten und Gemeinden alleine gelöst werden. Wir benötigen rasch eine konzertierte Aktion aller Kommunen, um eine hochwertige Bildung dauerhaft garantieren zu können.”

Liesel Koschorreck (MdL) weist darauf hin, dass die Entwicklung auf dem Land viel rasanter verlaufe als in den Ballungszentren. „Ohne Veränderungen in den Schulstrukturen werden wir in der Fläche kein wohnortnahes Bildungsangebot mehr aufrecht erhalten können”, plädiert sie für das SPD-Modell der Gemeinschaftsschule, die eine wohnortnahe und qualifizierte Bildung sowie individuelle Förderung ermögliche.

Die Bildungsstatistik NRW zeigt auch dramatische Veränderungen für die Primarstufe auf. Die Zahl der Grundschüler soll von derzeit 11.000 auf nur noch 9000 im Jahr 2018 zurückgehen.

Nur in der Oberstufe verläuft die Entwicklung anders. Hier steigt die Zahl bis 2010 voraussichtlich auf über 4600 (plus 36 Prozent). Um so drastischer soll dann der Rückgang sein. 2018 gehen die Statistiker von nur noch 3000 Oberstufenschülern aus.

In der Region sind die Kreise Düren, Heinsberg und Euskirchen nach SPD-Aussagen am stärksten betroffen, während der Rhein-Erft-Kreis und Teile der Städteregion Aachen noch etwas gelassener in die Zukunft blicken können.

Werde jetzt aber nicht gehandelt, befürchtet Dietmar Nietan (MdB), dass der Kreis Düren im Wettbewerb um die optimale Bildungsversorgung gegenüber der Städteregion und dem Raum Köln zurückbleibt.
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