Gefahren im Internet: Kreis-VHS klärt Eltern auf

Letzte Aktualisierung:
gefahren1_xx
Uber die Gefahren und Risiken, denen Kinder im Internet ausgesetzt sind, informiert Kriminaloberkommissarin Marion Laßka am 31. März in Gey.

Kreis Düren/Gey. Niemand käme auf die Idee, einem Grundschulkind eine Bahnfahrkarte und Geld zu geben und es allein durch die weite Welt reisen zu lassen. Anders sieht es aus, wenn die Welt nach Hause kommt und die Reise virtuell im Kinderzimmer stattfindet. So manches Kind hangelt sich daheim vor dem PC mutterseelenallein durchs weltweite Netz, völlig ungeschützt vor lauernden Gefahren. Und die muss man nicht lange suchen.

Ein falscher Buchstabe ins Adressfeld eingetippt und schon fallen die Hüllen oder rauchen die Colts. Ein Klick zu viel und der Gebührenzähler tickt, ohne dass man es hört.

Susanne Marx aus Nideggen will ihre beiden Kinder vor derlei Gefahren schützen. Alexander (9) und Amelie (4) haben den heimischen Computer bislang nur zum Spielen genutzt. Mit dem Wechsel auf eine weiterführende Schule wird der PC für den Älteren nun über zur unverzichtbaren Informationsquelle.

„Am Internet führt heute ja kein Weg mehr vorbei. Die Frage ist nur, wie man Kinder mit diesem Medium vertraut macht?”, so die 40-Jährige. Wie viele Erwachsene, so nutzt auch Susanne Marx das große Netz, um sich zu informieren. Gechattet, also sich mit anderen per Computer ausgetauscht, hat sie allerdings noch nie.

Auch Guido Lauterbach, Vater von Nadine (13) und Björn (9), ist an diesem Abend ins Nideggener Familienzentrum gekommen, um sich in der Veranstaltung der Kreis-VHS über das Thema „Kinder im Internet” zu informieren. Auch der 44-Jährige will seine Sprösslinge nicht unvorbereitet auf Entdeckungsreise durchs Datenreich schicken. „Ich möchte mich informieren, um meine Kinder beim Surfen optimal begleiten zu können”, so Guido Lauterbach.

Dieser Aufgabe stellt sich Kriminaloberkommissarin Marion Laßka seit fast zwei Jahren. „Kinder nehmen die Welt ganz anders wahr, zweidimensional; ihnen fehlt die kritische Distanz der Erwachsenen”, sagt sie und zieht einen Vergleich: „Wenn wir einen Urlaubsprospekt lesen, verstehen wir die versteckte negative Bedeutung von positiven Formulierungen. Kinder dagegen nehmen jede Aussage wortwörtlich.”

Mit einer derartigen Raffinesse bis hin zur bewussten Täuschung müsse man im Internet stets rechnen. Deshalb und wegen der vielen jugendgefährdenden Angebote steht für Marion Laßka fest, dass Eltern ihre Kinder nicht allein auf Abendteuerreise ins Internet schicken dürfen. „Als Erwachsener muss man verbindliche Regeln aufstellen - das gilt fürs Surfen wie beim alltäglichen Zusammenleben.”

Neben Verhaltensregeln gibt die Polizeibeamtin den Kursteilnehmern weitere Tipps. Sie empfiehlt geprüfte Internetangebot, die eigens für Kinder geschaffen wurden, und behandelt die Themen mailen und chatten. Wie Eltern den Internetzugang für ihre Kinder auf jugendfreie Angebote beschränken können, das erläutern die Kreis-VHS-Dozenten Georg Kuhlemann und Horst Steinberg.

Zu ihrem nächsten kostenlosen Kurs „Mein Kind im Internet” laden die Kreispolizeibehörde und die Kreis-VHS Düren am Dienstag, 31. März, ins Familienzentrum Gey, Friedhofstraße 15, ein. Beginn ist um 19.30 Uhr. Anmeldungen an 02429/7665 an.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert