Gaffer als großes Problem

Von: bugi
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Bei vielen Einsätzen erleben es Rettungsdienste immer öfter, dass Schaulustige ihre Arbeit behindern oder möglichst so nah an das Geschehen herankommen möchten, wie bei diesem Foto von einer Großübung aus der Autobahn. Foto: Ralf Schmitz

Kreis Düren. Als sich jüngst bei einem Überfall auf ein Möbelhaus zahlreiche Gaffer versammelten, um möglichst viel vom Einsatz der Polizei hautnah zu erleben, musste die Polizei nicht einschreiten, weil keine Behinderung vorlag. Dabei kam es durchaus zu makabren Szenen.

So hielten zum Beispiel unvermittelt Autofahrer an, damit Beifahrer schnell mit dem Handy Fotos des Einsatzes machen konnten.

Nideggens neuer Stadtbrandmeister Karl-Heinz Latz hat solch ein Verhalten jüngst beim Brand des Dorfgemeinschaftshauses in Wollersheim erlebt. „Da hat es Schaulustige gegeben, die mir einfach an den Einsatzort gefolgt sind und das bis in Bereiche, wo ich mir schon die Frage gestellt habe, ob ich hier noch sicher bin“, berichtet Latz.

Ein anderer Fall aus der jüngeren Vergangenheit: Bei einem Verkehrsunfall vor einem Kindergarten musste eine Person von der Feuerwehr befreit und dann noch erstversorgt werden. Latz: „Eltern, die zu diesem Zeitpunkt ihre Kinder aus der Kita abgeholt haben, sind mit den Kindern an der Hand ganz langsam an den Notfallmaßnahmen vorbeigegangen.“ Der Feuerwehr blieb nichts anderes übrig, als für einen Sichtschutz zu sorgen.

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