FZ Jülich: Erstmals Besuch vom Europäischen Wirtschaftsausschuss

Von: hfs
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Erstmals konnte Professor Achim Bachem mit Bryan Cassidy (v.l.) den Präsidenten eines EU-Fachausschusses im Forschungszentrum begrüßen. Dabei stand ein reger Gedankenaustausch im Vordergrund. Foto: hfs

Kreis Düen. Still und bescheiden gibt er sich, der Engländer Bryan Cassidy bei seinem Besuch im Jülicher Forschungszentrum. Es ist sein erster, und mit ihm kommen rund 30 weitere Mitglieder des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) der EU aus Brüssel angereist.

Cassidy ist Präsident einer der sechs Fachgruppen, die den EU-Ausschuss bilden. Und als solcher wurde er von Vorstandschef Professor Achim Bachem auf dem Campus willkommen geheißen. Dass der EWSA eine der wichtigsten beratenden Institutionen in der Europäischen Union ist, den zentralen EU-Organen (Europäische Kommission, Rat, Europäisches Parlament) mit ihrem Sachverstand zur Seite steht, betonte Cassidy Bryan allenfalls auf Nachfrage.

„Aber bitte in Englisch oder Französisch, mein Deutsch ist leider nicht so gut”, sagt der smarte Engländer, der von 1984 bis 1999 Mitglied im Europäischen Parlament war und im Jahre 2002 als Fachgruppen-Vorsitzender ernannt wurde. Damit gehört er selbstverständlich zu den insgesamt 344 Mitgliedern aus den 27 Mitgliedsstaaten der EU. Diese vertreten eine breite Palette an wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen in ihren Mitgliedstaaten. Sie gehören entweder der Gruppe der „Arbeitgeber”, „Arbeitnehmer” oder der dritten Gruppierung „Verschiedene Interessen” an.

Zu letzteren gehören Landwirte, Verbraucher oder Umweltschutzorganisationen. „Unser Ziel ist es, eine Brücke zwischen der EU und den Organisationen der Zivilgesellschaft zu bauen”, umschreibt Cassidy die Strukturen des Ausschusses, der sich innerhalb der drei Gruppen noch in sechs Fachgruppen aufgliedert. Deutschland, mit insgesamt 24 Mitgliedern vertreten, stellt in Hans-Joachim Wilms den Vorsitzenden der Fachgruppe Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Umweltschutz.

Auch er ist im FZ dabei, als Achim Bachem einen Einblick in die Forschungslandschaft gibt. Dabei stellt er das breite Forschungsprofil ebenso heraus wie die Bedeutung der EU-Forschung für den Kreis Düren. Natürlich kommt auch die Helmholtz Alliance mit ihren 16 Einrichtungen zur Sprache. Als deren Mitglied gehört Professor Gerd Wolf, selbst FZ-Wissenschaftler, der Fachgruppe INT (Binnenmarkt, Produktion, Verbrauch) an, deren Vorsitzender Bryan Cassidy ist. Diese Fachgruppe beschäftigt sich auch mit der europäischen Forschung, veranstaltet den Europäischen Verbrauchertag.

„Die Stärkung der Verbraucherrechte in Europa ist ein wichtiges vorrangiges Ziel für den EWSA”, erklärt Cassidy, der sich nach dem knapp einstündigen Vortrag von Bachem beeindruckt zeigt. Erst recht nach den Besichtigungen einzelner Institute, wo der EU-Besuchergruppe die neuesten Forschungen bei der Brennstoffzelle, in der Medizin, Nanoelektronik, der Geosphäre, Supercomputing, Photovoltaik oder aber der Phytosphäre näher erläutert wurden. Dazwischen blieb den Ausschussmitgliedern genügend Zeit, Fragen an die Wissenschaftler zu stellen, denn schließlich wird der EWSA-Vorsitzende, der Italiener Mario Sepi, einen Bericht vom Jülicher Besuch erwarten.
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