Für den Pandemiefall gibt es ein Notfallkonzept

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Kreis Düren. Die ersten Fälle der in Mexiko aufgetretenen Schweinegrippe sind in Europa angekommen.

Auch in Deutschland werden täglich Verdachtsfälle gemeldet. Die Weltgesundheitsorganisation hat ihre Alarmstufe erhöht. Die Gefahr einer Pandemie, einer länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung der Schweinegrippe, ist weiter gestiegen.

Für den Pandemiefall wurde im Kreis Düren bereits vor Jahren ein Notfallkonzept erarbeitet. Darauf weist Dr. Wolfgang Deiters, Kreisvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, hin. Im einem solchen Fall werde exklusiv für Grippekranke ein ärztlicher Notfalldienst rund um die Uhr eingerichtet, erklärt Deiters und weist auch auf einen erweiterteren Fahrdienst für Hausbesuche hin, den sich Ärzte aus Kliniken und Praxen teilen.

Im Pandemiefall werde die reibungslose Koordination zwischen ambulanter und stationärer Behandlung durch einen Krisenstab sichergestellt. „Die medikamentöse Behandlung mit antiviralen Substanzen wird solange sichergestellt, bis ein Impfstoff zur Verfügung”, erklärt Deiters. Ausreichende Medikamente stünden zur Verfügung. Im Notfall könnten auch in öffentlichen Gebäuden Behandlungsstätten eingerichtet werden.

Was kann der einzelnen Bürger im Fall einer eingetretenen Grippeepidemie tun? Er sollte, so der KV-Vorsitzende, Menschenansammlungen meiden, in der Öffentlichkeit Schutzmasken tragen, gegebenenfalls Nachbarschaftshilfe organisieren und mit dem Hausarzt unter Berücksichtigung anderer Krankheiten individuelle Schutzmaßnahmen abstimmen.

Typische Symptome einer Grippe sind ein akuter Beginn innerhalb weniger Stunden mit hohem Fieber, Gliederschmerzen, Müdigkeit, Schwäche und erkältungsähnlichen Symptome, wobei Infizierte oft einen trockenen Husten haben, teilt Deiters mit.

„Wir sind gut gerüstet”, beruhigt Felix Zimmermann, Sprecher der Apotheker im Kreis. „Wir haben verschiedene Medikamente gegen Influenza-Viren vorrätig. Sie verhindern, dass sich die Viren im Körper vermehren.
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