„Freudentränen“ für‘s Heimbacher Fest

Von: Gudrun Klinkhammer
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Mit viel Schmackes und Tamtam: Auch eine niederländische Blaskapelle gibt ihr Können beim gut besuchten Heimbacher Stadtfest zum Besten. Hunderte Gäste ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Foto: Gudrun Klinkahmmaer
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Sie sucht sich ihre Farben selbst aus: Hannah Kirfel aus Schmidt dreht auf dem Stadtfest ihr ein Seil. Foto: Gudrun Klinkhammer

Heimbach. „Das ist kein Regen, der hier vom Himmel fällt, das sind Freudentränen, weil Heimbach wieder mal ein derartig schönes Stadtfest feiert“, sagte am Sonntagmittag Heimbachs Bürgermeister Peter Cremer und schmunzelt. Gemeinsam mit seiner Frau Angelika schlenderte er über die Hengebachstraße, wie Hunderte weitere Besucher an diesem Tag ebenfalls.

Zwar sei er am Morgen aufgrund der Wettervorhersage zunächst zusammengezuckt, berichtete der Bürgermeister weiter. Im Tagesverlauf allerdings stellte sich heraus, dass Heimbach von Starkregen, Hagel und Sturm verschont blieb. Ungestört konnten die vielen Aussteller ihre Ware präsentieren.

Die Vereine zeigten, teilweise an Tischen und unter Zeltdächern, wie etwa der Modellflug Club (MFC) Heimbach-Düren, ihr Angebot. Dieses reichte von Basteln für Kinder bis hin zu Tüftelarbeiten für Erwachsene. Imker waren vor Ort und klärten über das Leben der Biene und über die heutigen gefahren für diese wichtigen und fleißigen Tiere auf. Die Geschäfte hatten ihre Türen geöffnet, darunter gab es auch Ladenlokale, die im Heimbacher Alltag vor sich hinschlummern.

Mit „Roses 4 Ever“ sorgte Uwe Wallbaum für Aufsehen. In einem Eckhaus unterhalb der Wallfahrtskirche hatte er einen großen Raum gleich hinter der Eingangstüre komplett mit Rosen ausgestattet. Diese „Rosen für immer“ werden in einem sorgfältigen Verfahren haltbar gemacht und teilweise eingefärbt. Auch vor der Tür lachten die Passanten viele Sorten der Königin der Blumen an, allerdings in frischer Form und als Topfblume, zum Beispiel alte Bauernrosenstämmchen und Pfingstrosen.

Der Heimatverein Wulfen zeigte das alte Handwerk der Seiler. Die Farben für das Seil, das sich die Gäste selber drehen konnten, durften ausgesucht werden. Hannah Kirfel aus Schmidt fragte noch mal sicherheitshalber nach: „Darf ich die Farben wirklich selber wählen?“ Nachdem Horst Lanser vom Heimatverein Wulfen die Frage mit einem Kopfnicken beantwortet hatte, wählte Hannah die Farben türkis, königsblau, lila, rosa und weiß.

Einige Meter weiter kniete der neunjährige Lucas Breuer aus Düren auf der Straße und malte hochkonzentriert mit Kreide. Die Internationale Kunstakademie Heimbach gestaltete das Stadtfest ebenfalls mit, eines ihrer vielen Angebote war eben das Kreidemalen auf Asphalt. Auch für Musik wurde ausreichend gesorgt, die Freunde der Zupfmusik Heimbach spielten ebenso auf wie etwa eine niederländische Blaskapelle.

Kinderfest am Samstag

Auch das Kinderfest am Samstag fand unter einem guten Stern und mit viel guter Resonanz statt, gleiches galt für den rockigen Samstagabend im Kurpark. Cremer berichtete, dass über ein Stadtfest in Jahresfolge oder auch im Abstand von zwei Jahren diskutiert werde. Für den Bürgermeister scheint eine Fortsetzung eindeutig: „2015 fand das erste Fest statt, in diesem Jahr das zweite. Richten wir 2017 wieder eins aus, dann nennt man das im Rheinland wohl Tradition.“

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