Kreis Düren - Frauenfußball: „Verlacht, verboten und gefeiert”

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Frauenfußball: „Verlacht, verboten und gefeiert”

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„Verlacht, verboten und gefeiert”: Eduard Hoffmann und Dr. Jürgen Nendza (v.r.) stellen ihre Dokumentation über die Entwicklung des Frauenfußballs in Deutschland bis zum 25. November im Kreishaus Düren aus. U19-Nationalspielerin Johanna Elsig (3.v.r.) hat vom Kampf ihrer Vorfahrinnen schon profitiert, die vier Mädchen des SV Nörvenich wollen die Erfolgsgeschichte kickender Frauen ebenfalls weiterschreiben.

Kreis Düren. Dribbeln, Abseits, Elfmeter - Johanna Elsig hat das Einmaleins des Fußballs schon als kleines Mädchen gelernt, beim FC Niederau im Spiel mit lauter Jungs. Dank ihres Talents und Trainingseifers trägt die mittlerweile 18-Jährige das Trikot der Frauenmannschaft von Bayer Leverkusen.

Auf elf U 19-Länderspiele blickt sie zurück und den Gewinn des EM-Titels. In Leverkusen wird Johanna Elsig optimal gefördert, sportlich wie schulisch. Für begabte Jungs ist das seit Jahrzehnten gang und gäbe, für Mädchen nicht.

Jahrzehnte haben Frauen kämpfen müssen, um als Fußballerinnen ernstgenommen zu werden. Dass sich der Deutsche Fußball Bund (DFB) an die Spitze der Bewegung setzt, zig Millionen Euro in die Hand nimmt, um die Frauen-Weltmeisterschaft 2011 im eigenen Lande zu einem Erfolg zu machen, das war vor gar nicht allzu langer Zeit undenkbar. Denn bis 1970 war Frauenfußball im DFB offiziell verboten. Und in den Folgejahren wurden kickende Frauen mehr schlecht als recht geduldet und schon gar nicht gefördert.

Der deutschen liebster Sport ist ein überaus spannendes Thema, wenn man mit beiden Augen hinguckt. Die Ausstellung „Verlacht, verboten und gefeiert”, die bis zum 25. November zu den Öffnungszeiten im Kreishaus Düren zu sehen ist, dokumentiert den mühevollen Weg des Frauenfußballs in Deutschland in vielen zeithistorischen Bildern und Artikeln.

Auf Einladung von Landrat Wolfgang Spelthahn und Käthe Rolfink, Vorsitzende des Kreis-Kulturausschusses, eröffneten Eduard Hoffmann und Dr. Jürgen Nendza jetzt ihre Schau, die in Zusammenarbeit der Volkshochschule Aachen mit der Bundeszentrale für politische Bildung entstand.
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