Kreis Düren - Fortbildung im eigenen Tempo

Fortbildung im eigenen Tempo

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Karl-Hermann Kusch steht Sandra Birngruber mit Rat und Tat zur Seite. Foto: Andreas Bongartz

Kreis Düren. Wissen und Fähigkeiten der Berufsausbildung und ersten Berufsjahre werden durch wechselnde Arbeitsbedingungen immer schneller überholt. Ein Problem gerade für Mütter und Väter, die sich für ihren Nachwuchs eine berufliche Auszeit genommen haben.

Wie gelingt jungen Eltern aber der Wiedereinstieg ins Arbeitsleben, wenn die eigenen beruflichen Kompetenzen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprechen? Und wie können sie ihre Kenntnisse auffrischen, wenn der Nachwuchs weiterhin Betreuung braucht?

Kaufmännische Qualifizierung

Sandra Birngruber hat für sich eine Antwort gefunden. Die 36-jährige Mutter zweier Kinder ist derzeit arbeitslos. Innerhalb der vergangenen sechs Monaten hat sie an einer kaufmännischen Qualifizierung teilgenommen, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, wie die gelernte Bürokauffrau und Sekretärin aus Jülich sagt.

Der Clou dabei: Einen Großteil der Maßnahme konnte sie von zu Hause aus absolvieren. Es ist der Grundgedanke des Kurses „Kaufmännischen Qualifizierung auf E-Learning-Basis”, den das Dürener Institut für angewandte Logistik (IAL) anbietet.

Mit Notebook ausgestattet

„Unsere Maßnahme richtet sich vor allem an Berufswiedereinsteigerinnen, die eine Ausbildung gemacht haben, aber durch Kindererziehung ein paar Jahre aus dem Arbeitsleben raus sind”, sagt Karl-Hermann Kusch, Leiter des IAL. Alle Kursteilnehmer werden vom IAL, das von der Bundesagentur für Arbeit als Zertifizierungsstelle anerkannt wird, mit einem Notebook und Selbstlernsoftware ausgestattet.

Von zu Hause aus können sie dann jederzeit über Internet auf Server zum Lernen zurückgreifen. „So können sie einerseits für ihre Kinder da sein oder einem Nebenjob nachgehen und gleichzeitig das Lernen unter einen Hut kriegen”, erklärt Kusch. Es wird aber auch in den Räumen der IAL in der Tivolistraße in Düren gelernt, im Schnitt zwei Mal pro Woche. „Wichtig ist, dass unsere Teilnehmer hier in ihrem eigenen Rhythmus lernen können.”

Und das mit der neuesten Software, den aktuellen Standards entsprechend. Darüber hinaus richtet sich die Maßnahme nach den individuellen Bedürfnissen der Teilnehmer. Am Anfang jeden Kurses steht eine Bestandsaufnahme, die aufzeigt, was der- oder diejenige Teilnehmerin lernen muss. Am Ende me steht ein Zertifikat, möglich ist auch eine externe Prüfung.

Wenn die Teilnehmer von der Agentur für Arbeit vermittelt werden, werden die Kosten zu 100 Prozent von der Arbeitsagentur übernommen. Dies gelte für den Großteil der Teilnehmer, es gebe aber auch Selbstzahler (rund 500 Euro pro Monat), berichtet Karl-Hermann Kusch. Eine Investition, die sich auszahle: Laut Kusch schaffen 75 Prozent der Kursteilnehmer den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt. Und das sei schließlich das Ziel der Maßnahme.
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