Feuerwehren suchen nach Nachwuchs

Von: Fred Schröder
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Sie repräsentieren mehr als 4600 Mitglieder in den Einsatz- und Altersabteilungen sowie der Jugendfeuerwehr: die Vorstandsmitglieder der nächsten drei Jahre. Foto: Fred Schröder

Kreis Düren. „Ich kann nur empfehlen, verstärkt Frauen in die Feuerwehren zu holen. Da ist noch Luft nach oben. Die Frauen können es“, empfahl Kreisbrandmeister Hans-Peter Herkenrath in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Düren (KFV) den Delegierten beim Verbandstag in Langerwehe. Es gebe noch „deutliche Steigerungsmöglichkeiten bei unseren weiblichen Mitgliedern“.

In den eigenen Reihen blieb Herkenraths Appell (zunächst) aber ohne Resonanz: Als einzige Position blieb die der Frauenbeauftragten bei der Wahl des Vorstandes vakant.

3000 Mitglieder

Der Verbandstag des KFV findet in dreijährigem Turnus statt. Wie Herkenrath in seinem Bericht mitteilte, ist die Zahl der Mitglieder in den Einsatzabteilungen der 122 Löschgruppen und fünf Werksfeuerwehren mit rund 3000 relativ konstant. „Ein wenig besorgniserregend“ nannte er die Zahl der Mitglieder in den Jugendfeuerwehren.

Sie ist in vier Jahren um etwa 200 zurückgegangen. Aus den Jugendfeuerwehren kommen rund 90 Prozent der Nachwuchskräfte. Für den Vorsitzenden Anlass, die Kommunen und die Feuerwehren zu verstärkter Nachwuchsgewinnung aufzurufen.

Der Kreisfeuerwehrverband versteht sich sowohl „als Partner der Kommunen“ wie auch als „Gewerkschaft der Feuerwehr und deren Sprachrohr“. Die Umsetzung der Verbandsaufgaben erfordere einen regen Informationsaustausch auf allen Ebenen; mit der Politik ebenso wie mit den Kommunen und dem Verband der Feuerwehren.

Der KFV organisiert die vorgeschriebenen Lehrgänge auf Kreisebene im Auftrag des Kreises und hält ein erweitertes Lehrgangs- und Seminarangebot bereit. Überregional einen guten Ruf erwarb sich der KFV bei der Organisation des Leistungsnachweises.

Trotz der hohen Anforderungen nehmen jährlich mehr als 300 Personen teil. Feuerwehren aus dem Badischen und sogar aus Österreich reisen dazu an. Als Attraktion, darauf war Kreis-Dezernent Peter Kaptain stolz, gilt dabei die 900 000 Euro teuere Brandsimulationsanlage im Feuerschutztechnischen Zentrum.

Die Wahl des KFV-Vorstandes erwies sich als Formsache. Der jeweilige Kreisbrandmeister ist „geborener“ Vorsitzender, derzeit also Hans-Peter Herkenrath (Heimbach). Stellvertreter sind Jürgen Pelzer (Düren) und Udo Diß (Jülich).

Um die Finanzen mühen sich Wilfried Kempener (Langerwehe) und Günther Rüttgers (Hürtgenwald). Schriftführer sind Klaus Peter Göddertz und Thomas Croé (beiden Düren). Die Werkswehren werden von Robert Schubert (Neapco) vertreten.

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