Familienzentren im Kreis: Ausbau geplant

Von: ch
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Kreis Düren. Familienzentren, die mehr bieten als die Betreuung von Kindern zu festgesetzten Zeiten, gelten als politisch gewünscht. Sie entsprechen zudem den Bedürfnissen von Eltern und ihren Sprösslingen.

Was das betrifft, haben Johannes Veith, Vorsitzender des Arbeiterwohlfahrt-Kreisverbandes Düren (Awo), Koordinator Manfred Floßdorf und die Kolleginnen in den entsprechenden Einrichtungen die Zeichen der Zeit längst erkannt.

Zwei Zentren in der Regie der Awo gibt es schon - eines für den Dürener Westen und eines für Vettweiß und Nörvenich. Zwei weitere soll es bald geben: Für den Dürener Nordwesten mit Echtz, Hoven, Mariaweiler und Merken sowie für Gürzenich und Derichsweiler.

Im letzteren Gebiet gibt es sogar eine richtige Premiere: Die Arbeiterwohlfahrt tut sich hier mit der katholischen Pfarrgemeinde zusammen.

Kooperationspartner

Die Präsentation dieser Pläne, die zeitgleich mit der Vorstellung der Kurs- und anderen Angebote in den Kindertagesstätten von Düren-West erfolgte, nutzte Awo-Chef Veith zur grundsätzlichen Betrachtung der Familienzentren im Kreis.

Dabei ist dem Vorsitzenden eines wichtig: „Unsere Kurse stehen nicht nur Müttern und Vätern offen, deren Kinder unsere Einrichtungen besuchen.”

Ausrichtung und Sortierung der Seminare, Elterntreffs und ähnlicher Offerten werden dabei gezielt den Bedürfnissen vor Ort angepasst: „Das Machbare, das Gewünschte und das dem Sozialraum Angepasste” sind, so Johannes Veith, dabei oberstes Gebot.

Manfred Floßdorf, Koordinator für Düren-West, liegt noch etwas anderes am Herzen: „Ohne Kooperationspartner geht nichts”, meint er und denkt dabei an alle die Ärzte, Sozialdienste, Sucht- und Schuldenberater, die zusammen mit der Awo ein Netz der Hilfe für Eltern und Kinder in Not knüpfen.

Dessen ungeachtet bekennt er sich zur Bereitschaft, spontan auf Wünsche seitens der Nutzer der Zentren reagieren zu können und zu wollen: „Aus aktuellen Anlässen können neue Angebote aufgenommen werden.” Ansonsten gibt´s ein dickes Lob für alle Mitstreiterinnen: „Die Kolleginnen leisten immens viel Arbeit.”

Eine von diesen Kolleginnen ist Gabi Vieth (Nörvenich/Vettweiß). Viel Arbeit macht ihr die Bedarfsermittlung. Wie viele allein Erziehende und Familien leben im Einzugsbereich? Wie viele Migranten? Das alles muss Vieth wissen, um nicht an den betroffenen Bürgern vorbeizuplanen.

Fragebögen hat sie dafür in ausreichender Zahl parat. Nur: „Der Rücklauf gestaltet sich schleppend”, klagt die engagierte Koordinatorin.

Kollegin Ilona Liebsch aus Hoven lädt auf gleiche Weise Arbeit und Mühe auf ihre Schultern. „Was wünscht Ihr?” Das ist für sie die alles entscheidende Frage.

Elfriede Nöldgen, die als Fachberaterin allen Familienzentren zur Verfügung steht, sieht ihre und ihrer Kolleginnen Tätigkeit als „Teil einer präventiven Arbeit”.

Dass die bitter nötig, weiß wiederum Ilona Liebsch aus eigener Erfahrung nur zu gut: „Eltern fehlen oft die einfachsten Fertigkeiten wie etwa Konsequenz.” Familienzentren werden nicht zuletzt deshalb in vielen Fällen zu psychosozialen Notfallstationen.
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