Fahrgastbeirat hat seine Arbeit aufgenommen

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
Sprachrohr für die Kunden sei
Sprachrohr für die Kunden sein: Vorsitzender Thomas Dürbaum (links), sein Stellvertreter Matthias Walldorf (rechts) und DKB-Geschäftsführer Bernd Böhnke stellten den neuen Fahrgastbeirat vor. Foto: Johnen

Kreis Düren. Nirgendwo auf der Welt läuft alles reibungslos. Gerade bei Verkehrsunternehmen gehört Kritik oft zum Alltagsgeschäft. Doch nur konstruktive Kritik kann etwas verändern. Und es muss eine zentrale Stelle geben, an der Fahrgäste ihre Anliegen vorbringen können.

„Wir wollen genau wissen, wo es drückt”, erklärt Thomas Dürbaum die Funktion des neuen Fahrgastbeirates im Kreis Düren. Das Gremium stellte jetzt seine Arbeit und seine Ziele vor.

Vor einem Jahr hatte der Kreistag die Einrichtung dieser Schnittstelle zwischen Verkehrsunternehmen und Fahrgästen beschlossen, im Juni tagte das Gremium zum ersten Mal, und die 14 Gründungsmitglieder wählten Thomas Dürbaum zum Vorsitzenden.

Anregungen, Wünsche und Kritik der Fahrgäste sollen über den Beirat direkt in die Arbeit der lokalen Verkehrsunternehmen fließen. „Wir können kein Utopia erschaffen. Aber wir werden jede Kritik abarbeiten”, gibt Dürbaum den Kurs vor.

Was für Kritik gilt, gilt auch für Lob und Anregungen. Aufgabe des Fahrgastbeirates sei es schließlich, im Dialog mit Kunden und Dienstleistern Lösungs- und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten. „Damit besteht für Bürger die Möglichkeit, am öffentlichen Personennahverkehr in der Region mitzuwirken, beispielsweise bei der Einrichtung und Ausstattung von Haltestellen oder bei Fahrzeiten und Anschlüssen”, beschreibt DKB-Geschäftsführer Bernd Böhnke die Arbeit des Gremiums. Die Kreisbahn unterstützt die Arbeit des unabhängigen Beirats ebenso wie die Rurtalbahn und erhofft sich daraus „wichtige Impulse” für die eigene Arbeit.

Der Fahrgastbeirat besteht aus bis zu 20 Mitgliedern und soll einen repräsentativen Querschnitt der Fahrgäste darstellen. Derzeit gehören dem Gremium 14 Mitglieder an, darunter Vertreter des Behindertenbeirats der Stadt Düren, der Gewerkschaften, des Verkehrsclubs Deutschland und Vertreter der unterschiedlichen Fahrgastgruppen wie Senioren, Schüler, Studenten, berufstätige und nicht berufstätige Erwachsene.

Die lokalen Verkehrsunternehmen stehen dem Beirat als Gesprächspartner zur Verfügung. „Mit der Deutschen Bahn suchen wir noch das Gespräch”, berichtet Thomas Dürbaum. Über eine Mitarbeit des Unternehmens würde er sich freuen. „Gerade für die Situation am Dürener Bahnhof haben wir einige Verbesserungsvorschläge”, signalisiert der Vorsitzende Gesprächsbedarf in Richtung Logistikkonzern. Auch weitere Mitstreiter (siehe Infokasten) heißt er willkommen.

Auf der Tagesordnung künftiger Sitzungen steht neben einer Verbesserung der Fahrgastinformation auch das Thema Barrierefreiheit. Matthias Walldorf, der stellvertretende Beiratsvorsitzende, hat sich bereits im Behindertenbeirat der Stadt Düren für dieses Ziel starkgemacht. „Auf den bisherigen Erfolgen wollen wir aufbauen”, ist er sicher, mit Unterstützung der Kunden Schritt für Schritt den öffentlichen Personennahverkehr weiterentwickeln zu können.

Noch sechs freie Plätze sind zu besetzen

Anregungen und persönliche Anliegen können per Post an den Fahrgastbeirat, Kölner Landstraße 271, 52351 Düren, direkt an das Gremium gerichtet werden. Derzeit ist noch eine Internetpräsenz im Aufbau.

Der Vorsitzende des Beirats nimmt Anregungen auch per E-Mail an thomas.duerbaum@alumni.fh-aachen.de entgegen. Unter dieser Adresse können sich auch Bewerber für die offenen Beiratsplätze melden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert