Kreis Düren - Fachtagung zum Thema „Mobbing an Schulen” im Kreishaus

Fachtagung zum Thema „Mobbing an Schulen” im Kreishaus

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Wer zu den Jüngsten seiner Klasse gehört, wird am ehesten Opfer von Mobbing und Gewalt. Einige Berliner Lehrer warnten jüngst vor einer neuen Entwicklung. In Problemvierteln von Großstädten würden Schüler deutscher Herkunft von mehrheitlich muslimischen Mitschülern drangsaliert. Foto: dpa

Kreis Düren. Rund 150 Fachkräfte nahmen am Fachtag „Alles Mobbing - oder was? Mobbing an Schulen - vorbeugen, wahrnehmen, handeln” im Kreishaus Düren teil. Die Veranstaltung richtete sich an Lehrer, Mitarbeiter im offenen Ganztag, Schulsozialarbeiter und Schulseelsorger sowie an Vertreter von Institutionen, Vereinen und Verbänden, die mit dem Thema zu tun haben.

Die Teilnehmer wurden eingeladen, sich in Workshops mit „Mobbing an Schulen” auf verschiedenen Ebenen auseinanderzusetzen. Im Rahmen der Fachtagung wurden Konzepte und Möglichkeiten der Prävention und der Intervention vorgestellt, die sowohl Eltern als auch Schüler, Lehrer und pädagogische Mitarbeiter im Blick haben.

Organisiert und durchgeführt wurde die Veranstaltung vom Lenkungskreis „Cool im Konflikt” in Kooperation mit dem schulpsychologischen Dienst des Kreises Düren und dem Verein Wellenbrecher. Eingangs verdeutlichten Günter Müller vom schulpsychologischen Dienst und Maria Saurbier-Schmalen (Wellenbrecher), dass Mobbing kein neues Phänomen ist. Neu seien das härtere Ausmaß, die gestiegene Sensibilität gegenüber Mobbingphänomenen und zum anderen die Erweiterung von Mobbingformen durch neue Medien in Form des sogenannten „Cyber-Bullying” und „Happy Slapping”.

Ein gruppendynamischer Prozess

Um so wichtiger erschien es den Veranstaltern, im Rahmen der aktuellen Auseinandersetzung mit diesem Thema, den Begriff zu konkretisieren und abzugrenzen. Mobbing sei ein gruppendynamischer Prozess, bei dem regelmäßig und gezielt Macht gegenüber Schwächeren ausgeübt wird. Als solcher gehöre Mobbing zur Erziehungswirklichkeit dazu. Um so wichtiger sei es, in Schulen solche Formen unangemessener Machtausübung zu unterbinden, potenzielle Opfer zu schützen und prosoziale Umgangsformen zwischen Schülern zu entwickeln und zu stabilisieren.

Lange Zeit hat sich die Auseinandersetzung mit dem Thema Mobbing auf die Analyse von Tätern und Opfern konzentriert. Die Hintergründe für Mobbing aber sind vielfältig und stehen in einem engen wechselseitigen Zusammenhang. Mitschüler, Lehrer, die Schulen und die Familien bestimmen die Entstehung und den Verlauf von Mobbingprozessen entscheidend mit.

So war es den Veranstaltern der Fachtagung ein wichtiges Anliegen, die verschiedenen Systeme und Lebensbereiche sowie Vereine und Institutionen miteinander zu vernetzen. Die Ergebnisse der Veranstaltung sollen in einer Dokumentation zusammengefasst und Interessierten zur Verfügung gestellt werden.
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