Expedition zur Zukunft in zwölf Waggons

Von: hfs.
Letzte Aktualisierung:
foschung-bu
Besonders viele Jugendliche statten dem Zukunfts-Express einen Besuch ab. Sehr zur Freude von Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. „Auch in Jülich wird der Besuch von Schülern und Jugendlichen groß sein”, sagt der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel (r.). Foto: hfs.

Jülich. Ein Besucherstrom, der nicht abreißt, über Wochen vorgebuchte Führungen und ein ständig besetztes Mitmachlabor bestätigen, dass der „Science Express”, der Expeditionszug der Zukunft, auf einem guten Weg ist.

Nun macht die 300 Meter lange rollende Ausstellung Station in Jülich. Vom 4. bis 6. Juni wird auf dem Bahnhof die Zukunft greifbar und begreifbar.

Die Ideen von Forschern, von Wissenschaftlern, von Ingenieuren und Erfindern haben die Bundesrepublik entscheidend geprägt. Mit der „Expedition Zukunft” soll das Wissenschaftsjahr 2009 deutlich machen, dass Wissenschaft und Forschung das Fundament für Wohlstand, Innovation und Demokratie sind. So sehen es Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundesministerin Dr. Annette Schavan. Sie stellten auf Gleis 2 des Berliner Hauptbahnhofs das Signal auf Grün, starteten den Forschungsexpress zur Deutschlandtour.

5000 Pferdestärken

Wie sehen die Wissenschaftstrends und Perspektiven bis ins Jahr 2020 aus? Mit dieser Zentralfrage beschäftigen sich weltweit viele Tüftler und Entdecker, Wissenschaftler und Forscher. War schon in den Nachkriegsjahren die Frage nach der Energieversorgung eines der zentralen Themen - Kohle war der unangefochtene Energieträger - spielt heute die Energieverknappung eine große Rolle. Wie kann sichergestellt werden, dass auch in den nächsten Jahrzehnten die Bevölkerung über ausreichende Energiequellen verfügt?

„In unserer schnelllebigen Zeit brauchen wir mehr denn je den offenen Dialog zwischen Wissenschaftlern und der Gesellschaft”, meint zum Beispiel Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft. Die gehört mit zu einem großen Projektteam, das den von zwei jeweils 5000 PS starken Loks gezogenen Forschungszug mit initiiert haben. Mehrere hundert Tonnen schwer - umgebaut aus zwölf ehemaligen Gepäckwagen - werden dem Besucher gleich viele Themenfelder geboten.

Denn wie sagte doch Angela Merkel: „Nur ein innovationsoffenes Deutschland kann Schritt halten mit den weltweiten Veränderungen. Wir müssen uns heute an möglichst vielen Forschungsthemen beteiligen, damit unseren Kindern genügend Erkenntnisse zur Verfügung stehen, mit denen sie das Wohlergehen künftiger Generationen sichern können.” Wie dies geschehen könnte, dies vermittelt die rollende Ausstellung. Globale Veränderungen wie der Klimawandel oder die demografische Entwicklung stehen zum Beispiel im Mittelpunkt. So lädt der Wagen 1 zur direkten Expedition in die Zukunft ein.

Kalter Krieg, Waldsterben, Ölkrise, in den letzten 60 Jahren musste sich Deutschland vielen Herausforderungen stellen. Doch welche gewaltigen Aufgaben warten zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf uns, auf die gesamte Menschheit? Wissenschaftler geben hier eine Antwort, auch auf die Frage „woher und wohin geht die Menschheit? (Wagen 2) Denn unsere Erde ist nur ein Staubkorn in einem sich ständig ausdehnenden Kosmos, der Milliarden von Galaxien und unzählige fremde Sonnen enthält. Wie das Universum, wie der Mensch entstand, dies wird erlebnisnah aufgezeigt.

In jeder Sekunde wächst die Weltbevölkerung um drei Erdenbewohner. Doch wie ernährt man acht Milliarden Menschen des Jahres 2025? Die Lösung könnte nicht nur in neuartigen Anbaumethoden liegen sagen die Forscher in Wagen 8.

Der Mensch ist seines eigenen Glückes Schmied. Im letzten Ausstellungswagen ist Eigeninitiative gefragt. Ein Mitmachlabor bietet die Gelegenheit, Naturwissenschaft und Technik hautnah zu erfahren und stellt innovative Technologien für wichtige Lebensbereiche in den Mittelpunkt.

„Die Zukunft des Menschen ist noch nicht geschrieben, es gibt noch viele Fragen zu beantworten”, sagt der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel. Er setzte sich maßgeblich dafür ein, dass der Forschungszug auch in Jülich Station macht. „Hier arbeiten excellente Wissenschaftler, im Forschungszentrum Jülich sind es unter anderem auch die Mediziner, die Antworten zu Demenzerkrankungen, Parkinson oder Alzheimer geben können.”

Krankheiten, die dem Gesundheitswesen in Zukunft viele Milliarden Euro kosten werden. Wird die Medizin der Zukunft ein wirksames Mittel gegen sie finden, vielleicht sogar das Altern selbst aufhalten können?

Im Wagen 7 versucht die Wissenschaft, diesen Geheimnissen auf die Spur zu kommen.

Auch in den anderen Forschungsstationen sorgen multimediale Installationen, Hands-on-Exponate und vielfache Mitmach-Möglichkeiten für Jedermann, vom Schüler bis zum Nachwuchs-Wissenschaftler, für eine aufregende Entdeckungstour in die Zukunft. Das Wissenschaftsjahr 2009 zählt zu den zentralen Aktivitäten der Bundesregierung anlässlich des 60. Gründungsjahres.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert