Ex-Geschäftsführer Ahn klagt gegen den Kreis Düren

Von: bugi
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Düren. Der Prozess könnte langwierig werden: Seit vergangener Woche verhandelt das Amtsgericht Düren über die Frage, ob die Kündigung von Dr. Hans-Achim Ahn durch die frühere Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Düren GWS wirksam ist oder nicht.

Ahn, der ursprünglich von der Stadt Düren zur GWS als Geschäftsführer abgeordnet worden war, landete später als Geschäftsführer bei der kreiseigenen ACI GmbH, die das Automobiltestzentrum in Aldenhoven-Siersdorf realisiert hat.

Im Zuge der Umstrukturierung der GWS - die Wirtschaftsförderung wird seit Jahresbeginn vom Kreis Düren wieder in Eigenregie betrieben - wurde Ahn gekündigt. Da er immer städtischer Bediensteter war, arbeitet Ahn inzwischen wieder bei seinem alten Dienstherrn, der Stadt Düren - allerdings zu verminderten Bezügen. Die Differenz klagt Ahn nun ein. Dem Vernehmen nach handelt es sich um eine halbe Million Euro.

„Mir ist mehrfach versprochen worden, dass ich keinerlei finanzielle Einbußen haben werde. Dieser Prozess wäre nicht nötig gewesen. Ich habe unzählige Vorschläge gemacht, damit diese Auseinandersetzung nicht vor Gericht landet”, erklärte Ahn auf Nachfrage.

In der vergangenen Woche ging es zum Prozessauftakt zunächst nur um die Frage, ob das Amtsgericht Düren überhaupt zuständig ist. Der Anwalt des Kreises hatte das bestritten. Das Gericht unter Vorsitz von Richter Georg Wiese sah das anders, zumal auch der Arbeitsvertrag von Ahn hergibt, dass Rechtsstreitigkeiten vor dem Amtsgericht auszutragen sind.

Zuvor hatten zwei weitere frühere Beschäftigte der Alt-GWS vor Gericht einen Vergleich mit ihrem ehemaligen Arbeitgeber abgeschlossen. Gegen Abfindung von 12.500 und 4500 Euro sollen die Arbeitsverträge einvernehmlich aufgelöst werden.

Kritisch bewertete der Anwalt der ehemaligen Beschäftigten der GWS, dass einer der ehrenamtlichen Richter gleichzeitig auch Mitglied des Kreistages ist und dementsprechend über die Neuordnung der Wirtschaftsförderung im Kreis Düren und die Auflösung der GWS mit abgestimmt habe. Das sah Richter Georg Wiese hingegen entspannt: „Der ehrenamtliche Richter hat nichts mit der GWS zu tun.”
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