Kreis Düren - Erntebeginn: Landwirte bitten um Verständnis

Erntebeginn: Landwirte bitten um Verständnis

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Die Landwirte im Kreis Düren
Die Landwirte im Kreis Düren freuen sich über den Sonnenschein, schließlich ist es höchste Zeit, die Ernte einzufahren.

Kreis Düren. Endlich ist der Sommer da. Nach wochenlangem Regen steigen die Temperaturen wieder und die Mähdrescher rollen jetzt über die Gerstenfelder. „Nun kann die Gerstenernte mit Volldampf vorangehen. Die Wintergerste ist reif und muss jetzt runter”, freut sich Erich Gussen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Düren.

Nachdem die Landwirte wegen der anhaltenden Niederschläge zu einer Zwangspause gedrängt worden waren, nutzen sie nun die regenfreien Tage.

„In den kommenden Tagen muss es dann auch zügig weitergehen mit der Raps- und Weizenernte, wo die Reife trotz des Regens schon vorangeschritten ist”, sagt Gussen. Die Getreideernte beginnt am Vormittag, wenn das Getreide abgetrocknet ist. „Nachts macht der Mähdrescher regelmäßig Pause, obwohl es natürlich vorkommen kann, dass der ein oder andere Kollege witterungsbedingt bis in die späten Abendstunden oder gar die ganze Nacht dreschen muss.” Hier bittet der Vorsitzende die Bevölkerung um Verständnis.

Aus der Wintergerste wird Futter für Schweine, Geflügel und Rinder produziert. Die qualitativ hochwertige Sommergerste, die ebenfalls in den nächsten Tagen geerntet wird, da sie etwas später abreift, wird regelmäßig zum Bierbrauen genutzt. „Die Getreidepreise steigen zurzeit. Entscheidend für die Preisbildung sind die internationalen Märkte. Heute wird der Getreidepreis an den Börsen in Chicago und Paris gebildet”, erklärt Gussen. Diese Preise würden eben auf die vielen Faktoren reagieren, die die Weltgetreideernte beeinflussen.

In diesem Jahr würden der strenge Winter in Russland und die Trockenheit in den USA zu Buche schlagen. „Angesichts des steigenden Verbrauchs von Getreide in der Welt, müssen wir in Deutschland stolz auf eine leistungsstarke Landwirtschaft sein”, betont der Vorsitzende. Denn über einen Versorgungsengpass bräuchten Verbraucher sich hierzulande keine Sorgen machen. „Hier bekommen die Leute Preissteigerungen wenn überhaupt nur in einem geringen Maße mit.” Für die Bäcker oder Einzelhändler hätten Lohnkosten, Mieten oder Energiekosten eine ebenso große Bedeutung.
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