Erbschaftssteuer: Stephan Kufferath verfolgt Diskussion kritisch

Von: smb/dpa
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Dr. Stephan Kufferath, VIV-Vorsitzender. Foto: smb

Düren/Jülich. Die Diskussion um eine mögliche Abschaffung der Entlastung von Unternehmenserben bei der Erbschaftssteuer verfolgt Dr. Stephan Kufferath, der Vorsitzende der Vereinigten Industrieverbände (VIV) von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung, wachsam und kritisch.

„Eine Weitergabe von Firmen an die nächste Generation muss möglich bleiben“, fordert der VIV-Chef. Es sei der industrielle Mittelstand gewesen, der Deutschland gut durch die Wirtschaftskrise geführt habe. Deswegen müsse er fest und dauerhaft in Deutschland verankert werden. Dazu zähle es auch, dass Firmen an Nachfolger weitergegeben werden können. Es sei nicht ohne Weiteres zu realisieren, etwa in großen Maschinen gebundenes Kapital zu liquidieren, um Erbschaftssteuer „cash“ zu bezahlen.

Kufferath hofft, dass eine Lösung gefunden wird, mit der Politik und Unternehmen leben können. Die Reform dürfe nicht dazu führen, dass Unternehmenserben ihren Betrieb verkaufen müssen, um die Steuer zu bezahlen. „Die Heuschrecken füttern die Mitarbeiter in schlechteren Jahren nicht durch“, betont Kufferath. Es seien die Unternehmen in Familienhand, die in Zeiten einer konjunkturellen Delle die Leute nicht nach Hause schicken würden, sondern sie in der Hoffnung und dem Wissen auf bessere Zeiten in den Betrieben halten würden. „Das ist für die Mitarbeiter enorm wichtig“, betont Kufferath.

Zum Hintergrund: Bis Mitte 2016 müssen die Vorgaben zur Verschonung von Firmenerben bei der Erbschaftsteuer neu geregelt werden. Bisher werden Firmenerben unabhängig vom Unternehmenswert bei der Erbschaftsteuer zu 85 oder 100 Prozent verschont, wenn sie das Unternehmen fünf beziehungsweise sieben Jahre fortführen und Arbeitsplätze erhalten. Das Bundesverfassungsgericht hält die Verschonungsregeln grundsätzlich für geeignet, aber für unverhältnismäßig.

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