Einstellungen liegen über Sommer auf Eis

Von: Stephan Johnen
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Ob die Job-com und andere Ämter mehr Personal bekommen, wird nun im Herbst beraten. Foto: sj

Kreis Düren. Die Pläne der Kreisverwaltung, 40,5 zusätzliche Stellen im Jugendamt, im Sozialamt und in der Job-com zu schaffen, liegen vorerst auf Eis. Am Dienstagabend sollte eigentlich über diese Personalentscheidung im Kreistag abgestimmt werden. Doch Landrat Wolfgang Spelthahn zog den Antrag der Verwaltung zurück.

Nach der Sommerpause soll darüber erneut beraten werden. Bis dahin werde auch allen Kreistagsmitglieder das den Einstellungsplänen zugrunde liegende Gutachten des Beratungsunternehmens Rödl & Partner vorliegen. Die SPD-Fraktion hatte dies im Vorfeld gefordert. Eine verantwortliche Entscheidung könne kaum „auf Grundlage einer Powerpoint-Präsentation getroffen werden“.

„Es gab noch Beratungsbedarf“, sagte Spelthahn nach der Kreistagssitzung auf Anfrage unserer Zeitung. Während eines interfraktionellen Gesprächs kurz vor Beginn der Sitzung habe aber „breite Einmütigkeit“ über die Personalverstärkung für die Ämter geherrscht. Es habe aber noch offene Fragen gegeben, beispielsweise zum Raum- und zum EDV-Konzept. „Das große Thema könnte auf der Strecke bleiben, wenn wir uns bei formalen Fragen verkämpfen“, sagte Spelthahn. Die Verwaltung werde die Zeit nutzen, diese Vorarbeiten zu leisten. Die Frage, ob für das zusätzliche Personal ein neuer Verwaltungstrakt gebaut werden soll, verneinte Spelthahn: „Es wird kein Haus ‚E‘ geben. Wir planen keine weiteren Bauten.“

Im Vorfeld stieß der Zeitablauf der geplanten Abstimmung fraktionsübergreifend nicht auf ungeteilte Zustimmung. SPD und Grüne kritisierten, dass eine Entscheidung „übers Knie gebrochen werde“. Die SPD bestand zudem darauf, dass die Pläne nicht nur im interfraktionellen Gespräch, sondern auch bei einer Sondersitzung des Kreistags vorgestellt werden. Dies geschah vergangene Woche. Auch in den Reihen der CDU gab es dem Vernehmen nach Kritik am Zeitplan. „Bei der Vorstellung im Kreistag ist das Projekt auf breite Zustimmung gestoßen“, vermeldete allerdings der Kreis, bevor die Fraktionen getagt hatten.

„Es hat ein Umdenken beim Landrat gegeben“, urteilte Vize-Landrätin Liesel Koschorreck (SPD) am Dienstag. Ihre Fraktion hatte Montag beschlossen, einen Antrag auf Absetzung der Entscheidung zu stellen und offene Fragen zu klären. „Es geht auch um inhaltliche Themen, nicht nur um Formalien“, sagte Koschorreck. Sol sollen die Städte und Gemeinden in die Beratungen eingebunden werden.

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