Eindringliche Warnung vor gefährlichen Zecken

Von: red
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Feste Schuhe und lange Kleidung: So können Spaziergänger und Jogger sich vor lästigen und gefährlichen Zeckenbissen schützen. Foto: ddp

Kreis Düren. Die Apotheker im Kreis Düren warnen vor gefährlichen Zecken. Anlass ist eine aktuelle Meldung des Regionalverband Ruhr, nach der die Zahl der Zecken in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen hat.

Zudem überträgt inzwischen etwa jede dritte Zecke die Infektionskrankheit Borreliose. Vor zehn Jahren war es noch jede Zehnte. „Wir wollen keine Panik schüren”, betont Felix Zimmermann, Pressesprecher der Apotheker im Kreis Düren, „sondern nur zu erhöhter Aufmerksamkeit aufrufen.”

Die Menschen sollten gerade jetzt die Möglichkeit nutzen, sich beraten zu lassen, wie man sich am besten schützen kann und was zu tun ist, wenn eine Zecke zugebissen hat.

Die winzigen Blutsauger lauern im Gras, in Sträuchern, Farnkraut oder im Unterholz schattiger Wälder. Auch im eigenen Garten besteht akute Zeckengefahr. Durch den Geruch werden die Tiere auf ihre Opfer aufmerksam. Besonders beliebte Körperregionen sind erwärmte oder verschwitzte Bereiche, wie zum Beispiel die Kniekehlen oder der Nacken.

„Der beste Schutz gegen eine Infektion durch einen Zeckenstich ist die Vorsorge”, empfiehlt Zimmermann. Spaziergänger sollten im Wald geschlossene Schuhe und eine Kopfbedeckung tragen. Die Bekleidung sollte möglichst Arme und Beine bedecken. Auch insektenabweisende Mittel können helfen. Nach dem Ausflug ins Grüne sollte man die Kleidung ausschütteln und den Körper nach Zecken absuchen.

„Wer eine Zecke entdeckt, sollte sie so schnell wie möglich mit einer speziellen Zeckenzange entfernen”, rät Felix Zimmermann. Diese gibt es im praktischen Scheckkartenformat für jede Geldbörse. Nach dem Entfernen der Zecke sollte die Bissstelle genau beobachtet werden. „Tritt nach kurzer Zeit oder in den folgenden Wochen eine ringförmige Rötung auf, könnte das ein Indiz für eine Borreliose-Infektion sein. Es muss dann auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden”, sagt Zimmermann. Desweiteren klagen Betroffene oft über Kopfschmerzen, Fieber, Gelenkschmerzen sowie Lymphknotenschwellungen.

Unbehandelt kann eine Borreliose noch Wochen oder Monate nach der Infektion zu neurologischen Störungen führen.

Im Gegensatz zum Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), der von Zecken besonders in Süddeutschland übertragen wird, gibt es gegen Borreliose keinen Impfstoff. Reisenden, die in FSME-Risikogebiete fahren, wird daher dringend empfohlen, rechtzeitig an einen Impfschutz zu denken. „Da es sich bei FSME um eine Virusinfektion handelt, sind Antibiotika in diesem Fall wirkungslos”, erklärt Zimmermann. Weitere Informationen sowie eine Karte der FSME-Risikogebiete gibt es in den Apotheken im Kreis Düren.
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