Kreis Düren - Einbrüche: Polizei rückt Prävention weiter in den Fokus

Einbrüche: Polizei rückt Prävention weiter in den Fokus

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
Plakette Einbruch
Die Plakette soll zeigen: Einbrecher haben es hier schwer. Foto: smb
Einbrecher
Die Plakette soll zeigen: Einbrecher haben es hier schwer. Präsentiert wird sie von Carolin Hackemack vom Netzwerk „Zuhause sicher“ Foto: smb

Kreis Düren. Polizei und Handwerker im Kreis Düren wollen den Einbrechern das Leben schwerer machen. Die Behörde setzt schon lange auf Prävention, hat den Einbruchsschutz zu einem ihrer Schwerpunkte ernannt. „Und die Zahlen waren in den vergangenen Jahren rückläufig“, betont Polizeidirektor Jürgen Möller.

874 Einbrüche weißt die Polizeistatistik für 2013 auf (aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor. Darin enthalten sind aber auch die versuchten Einbrüche. „In 40 Prozent der Fälle scheitern die Einbrecher“, betont Möller. Und diese Zahl gelte es zu erhöhen.

Führungszeugnis vorlegen

Ein Baustein dafür ist neben der Polizeipräsenz die Prävention. Dafür hat die Polizei mit dem technischen Berater Dietmar Schorn und Friedhelm Fink, Leiter des Kriminalkommissariats für Kriminalprävention und Opferschutz, Experten vor Ort. Die beraten – das ist nicht neu – Bürger über sicherere Fenster und Türen, Anwesenheitssimulation und andere clevere Verhaltensweisen für mehr Sicherheit.

Neu ist jetzt, dass die Polizei direkt an die „Schutzgemeinschaft Rureifel“ und die darin zusammengeschlossenen Betriebe verweisen kann. „Diese haben sich besonders qualifiziert und sind vom Landeskriminalamt anerkannt worden“, erklärt Uwe Günther, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rureifel. Ein polizeiliches Führungszeugnis muss ebenfalls vorliegen, wenn ein Handwerker in die Liste aufgenommen werden möchte.

Derzeit sind 14 Betriebe in der Liste aufgeführt, die sich zum Beispiel mit dem Einbau von sichereren Fenstern und Türen befassen, sowie ein Betrieb, der Alarmanlagen installiert.

„Dieses Projekt ist ein doppelter Gewinn“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn als Behördenleiter. „Wir erhöhen zum einen die Hürden für Einbrecher und sorgen so für mehr Sicherheit. Außerdem versprechen wir uns davon wirtschaftliche Prosperität in der Region, indem wir die Wertschöpfung hier halten.“ Auch Aachen, Köln, Berlin und anderen Städten, vornehmlich in NRW, gibt es derartige Gemeinschaften.

Übrigens ist auch der Brandschutz ein Baustein des Netzwerkes „Zuhause sicher“, dem sich die Polizei im Kreis Düren und die Handwerker angeschlossen haben. „Denn die meisten Menschen, die bei Bränden sterben, sterben wegen einer Rauchvergiftung“, weiß Carolin Hackemack, Geschäftsführerin des Netzwerkes „Zuhause sicher“ mit Sitz in Münster, das auf Initiative von Polizeibehörden ins Leben gerufen wurde.

„Es ist für Opfer von Einbrüchen nicht immer der finanzielle Schaden, der besonders schwer wiegt. Viel schlimmer ist es für sie, dass ein Fremder in die Privatsphäre eingedrungen ist. Das ist für viele ein traumatisches Ereignis“, betont Carolin Hackemack.

Plakette als Zeichen

Wer sein Haus sicher ausstattet, bekommt zwei Plaketten von der Polizei überreicht, um sie vorne am Haus und im hinteren Bereich anzubringen. Dies soll Einbrechern signalisieren, dass sie es an dieser Wohnung besser gar nicht erst versuchen. Zudem würden manche Versicherer die Investitionen in die Sicherheit mit einem Nachlass in der Hausratsversicherung belohnen.

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