Einbruchserie aufgeklärt: 13 Verdächtige ermittelt

Von: red/pol
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Sichergestelltes Diebesgut
Sichergestelltes Diebesgut: Laptops, Computer und Unterhaltungselektronik. Foto: Polizei Düren

Jülich/Titz/Inden. Nach intensiver Ermittlungsarbeit konnte die Polizei Jülich jetzt eine umfangreiche Einbruchserie aufklären. Darunter waren auch Diebstähle aus dem Jülicher Rathaus, Schulen und anderen Einrichtungen.

Die Serie von Einbrüchen hatte in der Jülicher Region für Aufregung gesorgt. So waren die Täter binnen weniger Wochen zwölf Mal alleine in das Jülicher Rathaus und eine Realschule eingestiegen. Den Schaden durch Diebstahl und Sachbeschädigung schätzt die Polizei auf weit über 100.000 Euro. Auch andere öffentliche Einrichtungen wurden geschädigt.

Bald geriet eine Gruppe junger Erwachsener und Jugendlicher aus Jülich in den Fokus der Ermittlungen des Jülicher Kriminalkommissariates. Am Mittwoch fiel den Ermittlern ein Auto auf, das vollgeladen mit Kartons zunächst scheinbar ziellos durch mehrere Gemeinden fuhr. Im Kreis Heinsberg wurde das Auto dann kontrolliert.

Dabei fanden die Polizeibeamten zahlreiche Elektroartikel wie Fernseher, Laptops, Kameras und weitere verdächtige Gegenstände. Es handelte sich um Diebesgut aus den Jülicher Einbrüchen in die Stadtverwaltung, die Realschule und einen Kindergarten. Die Insassen des Autos, ein 56 Jahre alter Jülicher mit seinen beiden 18 und 20 Jahre alten Söhnen, wurden festgenommen.

Damit, so meldet die Polizei Jülich, kamen die Ermittlungen aber erst richtig in Fahrt. Neben dem Trio wurden zwei 19 Jahre alte Mittäter aus Jülich noch in der Nacht zum Donnerstag festgenommen und ihre Wohnungen durchsucht. Dabei wurde weiteres umfangreiches Diebesgut sichergestellt, darunter auch Beute aus Einbrüchen in das Jugendheim am Jülicher Bahnhof.

Die Tatverdächtigen gaben zu, an den Diebstählen beteiligt gewesen zu sein. Welche Rolle der 56-Jährige dabei spielte, ist noch nicht abschließend geklärt. Auf das Konto der Heranwachsenden gehen zumindest vier Einbrüche in die Realschule, vier Einbrüche in die Jülicher Stadtverwaltung, zwei Einbrüche ins Jugendheim am „KuBa”, ein Kindergarteneinbruch, ein Einbruch in das Tennisheim von Lich-Steinstrass, ein Diebstahl aus einem Keller eines Mehrfamilienhauses sowie ein Einbruchdiebstahl aus einem Getränkemarkt in Titz.

Als Haupttäter kommt der 18-Jährige in Frage. Er ist bereits mehrfach wegen Einbruchdiebstahls verurteilt worden und stand bis zuletzt unter laufender Bewährung. Am Donnerstag ordnete ein Haftrichter in Düren Untersuchungshaft gegen ihn an.

Aus den Ermittlungen gegen die fünf Jülicher ergaben sich zusätzliche Aufklärungen von Straftaten und weitere vorläufige Festnahmen. Zwei 16 und 17 Jahre alte Jugendliche und ein Zwölfjähriger bekamen Polizeibesuch, ihre Wohnräume wurden durchsucht. Dabei wurde weiteres Diebesgut gefunden, darunter Computer. Einer der Jugendlichen hatte zwar Wind von der Polizeiaktion bekommen und Diebesgut in einem Gebüsch in der Nähe seiner Wohnung versteckt. Dieses wurde jedoch gefunden und beschlagnahmt. Gegen zwei weitere Jugendliche aus der Herzogstadt dauern die Ermittlungen noch an.

Als wären zehn Tatverdächtige nicht schon genug, erzeugte der Sog der Aufklärung wertvolle Hinweise. Dadurch wurde eine Einbruchserie in die Gemeindeverwaltung von Inden, in das dortige Pfarrheim sowie in mehrere Getränkemärkte aufgeklärt. Drei 18, 20 und 24 Jahre alte junge Männer aus Inden wurden festgenommen. Bei ihnen wurden ebenfalls Teile von Diebesgut sichergestellt.

Gegen die mutmaßlichen Einbrecher laufen jetzt Strafverfahren. Die Ermittlungen dauern teilweise noch an.
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