Kreis Düren - Ein vollwertiges Abitur mit beruflicher Qualifizierung

Ein vollwertiges Abitur mit beruflicher Qualifizierung

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Werben für das Abitur an den Beruflichen Gymnasien (v.l.): die Koordinatoren Dr. Reinhard Schilf (Berufskolleg Kaufmännische Schulen), Dr. Lucas Lobeck (Nelly-Pütz-Berufskolleg) und Dr. Jürgen Feldhoff (Berufskolleg für Technik). Foto: Abels

Kreis Düren. Der Weg zur Allgemeinen Hochschulreife muss im Kreis Düren nicht zwangsläufig über das so genannte „Turboabitur” nach acht Jahren an den allgemein bildenden Gymnasien führen. Eine weithin unbekannte Alternative mit 13 Schuljahren und damit mehr Lernzeit bieten neben den Gesamtschulen auch die Beruflichen Gymnasien an den Berufskollegs in Düren.

„Mit einem ganz entscheidenden Vorteil”, betont Dr. Karl Wolff, Schulleiter am Berufskolleg Kaufmännische Schulen, und verweist auf die Doppelqualifikation am Beruflichen Gymnasium: ein vollwertiges Abitur, verbunden mit einer beruflichen Qualifizierung.

„Die Erfahrung zeigt, dass Schüler, die frühzeitig wissen, wohin ihre berufliche Reise gehen soll, durch das Abitur am beruflichen Gymnasium große Vorteile bei der Ausbildungsplatzsuche oder in den ersten Semestern an der Universität haben”, spricht Koordinator Dr. Reinhard Schilf (Kaufmännische Schulen) von einer echten Alternative für Schüler, die im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung, Technik oder Soziales Karriere machen wollen.

Und sein Kollege Dr. Jürgen Feldhoff (Berufskolleg für Technik) verweist auf den Vorteil „kleiner Lerngruppen im Klassenverbund bis zur Abiturprüfung”. Dabei haben Gymnasiasten die Wahl, bereits nach der 9. Klasse in eines der Beruflichen Gymnasien an den Berufskollegs zu wechseln, oder wie Real-, Gesamt- und Hauptschüler nach der 10. Klasse.

Es folgt in jedem Fall eine dreijährige Oberstufe, so dass Gymnasiasten die Wahl zwischen einem „Turboabitur” oder den klassischen 13 Jahren haben. Ausnahme: Ein 14. Jahr am Sozialen Gymnasium (Nelly-Pütz-Berufskolleg) führt zum staatlich anerkannten Erzieher, erklärt Dr. Lucas Lobeck.

In allen Fällen dient die Jahrgangsstufe 11 der Angleichung der unterschiedlichen Lernniveaus; teilweise verbunden mit speziellen Aufbaukursen selbst in den Ferien, spricht Karl Wolff von einer echten Chance auch für Hauptschüler. Der Unterrichtsstoff der Profilfächer, die den berufsspezifischen Schwerpunkt der Beruflichen Gymnasien ausmachen, ist für alle Schüler Neuland. „Niemand bringt Vorwissen aus der Unter- und Mittelstufe mit”, unterstreicht Reinhard Schilf.

Schwerpunkte und Kontaktadressen

Das Technische Gymnasium am Berufskolleg für Technik (02421/9540-0) setzt die fachlichen Schwerpunkte im Bereich Maschinenbautechnik und Elektrotechnik.

Das Wirtschaftsgymnasium am Berufskolleg Kaufmännische Schulen (02421/95808-0) setzt Schwerpunkte im Bereich Wirtschaft/Verwaltung.

Das Soziale Gymnasium am Nelly-Pütz-Berufskolleg (02421/9541-0) führt mit dem Schwerpunkt Erziehungswissenschaften zum Staatlich anerkannten Erzieher.

Anmeldungen sind noch an allen drei Schulen möglich. Gern werden weitere Auskünfte erteilt.
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