„Ein überfälliger Schritt”: Reaktionen zum Verbot der KAL

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Nach der Razzia bei Mitglieder
Nach der Razzia bei Mitgliedern der KAL präsentierte die Polizei am 23. August in Stolberg zahlreiche beschlagnahmte Gegenstände, darunter Nazidevotionalien, einen Stahlhelm und mehrere Gewehre, zum Teil mit Zielfernrohren. Der Dürener Landtagsabgeordnete Peter Münstermann (SPD) und die Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes Düren und stellvertretende Landrätin Liesel Koschorreck begrüßen das ausgesprochene Verbot der Kameradschaft Aachener Land Foto: Michael Klarmann

Kreis Düren. Der Dürener Landtagsabgeordnete Peter Münstermann (SPD) und die Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes Düren und stellvertretende Landrätin Liesel Koschorreck begrüßen das ausgesprochene Verbot der Kameradschaft Aachener Land (KAL).

„Das Verbot war ein folgerichtiger und überfälliger Schritt von Innenminister Ralf Jäger, denn in der Städteregion Aachen und den angrenzenden Kreisen ist kein Platz für Fremdenhass und Rassismus. Für diesen Grundsatz engagieren sich viele Menschen in unserer Region unermüdlich in Politik, Sport und vielen anderen Institutionen, indem sie auf die Straße gehen und gegen Rechtsextremismus demonstrieren.”

Mit dem Verbot werde „ein weiteres Stück Präventions- und Aufklärungsarbeit geleistet und ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus in unserer Region gesetzt”. Dennoch reiche es nicht allein Strukturen zu zerschlagen. „Wir müssen auch in Zukunft offensiv Maßnahmen gegen Rechtsextremismus vorantreiben”, betonen die SPD-Politiker.

Auch die Junge Union (JU) im Kreis Düren begrüßt das Verbot. Doch warnen die CDU-Nachwuchspolitiker auch „vor zu viel Euphorie im Zusammenhang mit der jüngsten Aktion gegen die Neonazi-Gruppierungen”. Ein weiterer wichtiger Schritt sei getan, von einem nachhaltigen Erfolg könne erst gesprochen werden, wenn es gelingt, die Ausbreitung rechtsextremer Ideologie einzudämmen.

Die Zerschlagung bestehender Strukturen könne nur ein Teil der Strategie sein, da sie weder Gründe noch Ursachen der Radikalisierung bekämpfe. Vor allem die politische Aufklärung und die Stärkung des gesellschaftlichen Engagements müsse gefördert werden. „Dadurch können junge Menschen vor extremistischen Einflüssen geschützt werden”, ist die JU überzeugt. Sie unterstreicht auch die Bedeutung von staatlichen Aussteigerprogrammen.
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