Ein neues Verzeichnis zeigt die Selbsthilfe-Intiativen auf

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Präsentieren das Selbsthilfeverzeichnis: Beate Offergeld (AOK), Hannelore Viehöver-Braun und Kirstin Fuß-Wölbert (Kontaktstelle), Geschäftsführerin Corinna Beck und Thomas Schönfeld (Knappschaft). Foto: Hahn

Kreis Düren. Ziemlich bald kommt Corinna Beck ein chinesisches Sprichwort in den Sinn. „Wenn Du etwas erfahren willst, frage keinen Gelehrten - frage einen Erfahrenen.” Damit will die Geschäftsführerin der Kreisgruppe Düren im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV) keineswegs dartun, wie gut ihr Zitatenschatz bestückt.

Mit der Weisheit aus dem Reich der Mitte zielt sie auf die Arbeit der Selbsthilfe-Kontaktstelle, die organisatorisch wie physisch unter dem Dach der Dürener DPWV-Geschäftsstelle in den Paradiesbenden untergebracht ist. Jetzt hat diese Kontaktstelle, betreut von Hannelore Viehöver-Braun und Kirstin Fuß-Wölbert, ein für Patienten und Angehörige wichtiges Nachschlagewerk vorgelegt: Das Selbsthilfeverzeichnis weist den Weg zu einer Reihe von Gruppen, darunter eine Initiative von und für Eltern von drogenabhängigen Kindern, die Anonymen Alkoholiker und der Diabetiker-Bund.

Mit dieser Publikation, so die Geschäftsführerin, dokumentiert der Dürener DPWV seine Kompetenz in der Koordination von Selbsthilfe-Gruppen. Beck sowie ihre Kolleginnen Hannelore Viehöver-Braun und Kirstin Fuß-Wölbert, die Arbeit der Kontaktstelle gestalten, sind nicht zuletzt deshalb professionelle Netzwerkerinnen. Ihre ganze Erfahrung im Umgang mit Kranken und Angehörigen haben sie in das Selbsthilfeverzeichnis und zwei Faltblätter mit allgemeineren Infors einfließen lassen.

Wer das Verzeichnis und die beiden Faltblätter (eines für die Kontaktstelle Düren, eines für deren Außenstelle in Jülich) in die Hand nimmt, wird überraschende Erfahrungen machen. Zum Beispiel die: Längst nicht alle Selbsthilfe-Gruppen haben etwas mit Krankheiten zu tun. Die Damen von „Frauen helfen Frauen” sind ebenso zu finden wie eine Gruppe von Eltern hoch begabter Kinder und Wohnungslose.

Doch das Kernprogramm auf den mehr als 60 Verzeichnis-Seiten kommt von Initiativen von Erkrankten und ihren Angehörigen. Seelisch Kranke, Demente, Asthmatiker, MS- und Parkinson-Patienten: Sie alle und noch viele andere Menschen mehr finden hier hilfreiche Ansprechpartner. Mit dem Arzt redete es sich oft nicht leicht, weiß Kirstin Fuß-Wölbert: „Viele trauen sich nicht, es zu sagen, wenn sie etwas nicht verstanden haben.”

Zu haben sind das Verzeichnis und andere Veröffentlichungen beim Paritätischen Wohlfahrtsverband (Düren, Paradiesbenden 24, 02421/489211, Mail: selbsthilfe-dueren@ paritaet-nrw.org) sowie in Praxen und Bürgerbüros. Ansprechpartnerinnen: Hannelore Viehöver-Braun, Kirstin Fuß-Wölbert. Sprechzeiten: mo.-fr. 9-12, di. 14-18 Uhr.

Auch in Jülich zeigt die Kontaktstelle Präsenz. Hannelore Viehöver-Braun bietet mittwochs (8.30-12.30 Uhr) in der Herzogstadt eine Sprechstunde im Neuen Rathaus (Kartäuserstr. 2), 02461/63237, an.

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