Kreis Düren - Ein Jülicher rettet das Leben einer US-Amerikanerin

Ein Jülicher rettet das Leben einer US-Amerikanerin

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Christina Neumann von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und Uwe Willner (r.), Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Düren, dankten Alexander Meisen für seine erfolgreiche Stammzellenspende.

Kreis Düren. „Es ist ein gutes Gefühl, etwas Gutes getan zu haben.“ Alexander Meisen aus Jülich ist zufrieden mit sich. Er konnte jemandem die Chance auf Leben geben. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) bedankte sich jetzt bei dem jungen Bankkaufmann der Sparkasse Düren für seine Bereitschaft, Stammzellen gespendet zu haben.

Ein großes Dankeschön gab es ebenfalls vom Vorsitzenden des Vorstands der Sparkasse Düren, Uwe Willner. Er drückte seinen Stolz aus, einen solchen Mitarbeiter im Team zu haben. Christina Neumann von der DKMS, gebürtig ebenfalls aus Jülich, unterstrich den Dank mit einer Urkunde.

Ein Blutkrebsfall in der eigenen Familie und die damit verbundene weltweite Suche nach einem geeigneten Stammzellenspender hatten den jungen Jülicher bewogen, sich typisieren zu lassen.

Das war im Januar 2015. Alexander Meisen hatte diesen Schritt zum richtigen Zeitpunkt getan. Schon wenige Wochen später erhielt er die Nachricht, dass seine Stammzellen jemandem helfen können: Eine Dame, Mitte 50, in den USA, die an Blutkrebs erkrankt war, kam als Empfängerin in Frage.

Alexander Meisen unterzog sich der Spende. Schon einige Wochen später kam die positive Nachricht, dass der Amerikanerin geholfen wurde und es ihr gut geht.

Über die DKMS steht Alexander Meisen in Kontakt mit der Amerikanerin, allerdings anonym, ohne Namen, ohne Adresse. Erst im kommenden Frühjahr gibt die DKMS die Kontaktdaten frei. Alexander Meisen will diesen Kontakt aufrechterhalten.

„Die Typisierung ist einfach und schnell“, erläuterte Christina Neumann beim Besuch in der Sparkasse Düren. Es reicht aus, mit einem Wattestäbchen einen Wangenabstrich zu nehmen. Daraus lassen sich die nötigen Gewebemerkmale herausfiltern.

Kommt es zu einer Spende, werden die Spender einige Tage vorbereitet, um Stammzellen anzureichern. Zu 80 Prozent werden heute die Stammzellen ohne Operation aus dem Blut der Spender gewonnen. So auch bei Alexander Meisen, der dafür fünf Stunden zur Verfügung stand, bis die nötige Menge erreicht war. Wie der Jülicher berichtet, keine besonders unangenehme Prozedur.

Alle 16 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs, darunter viele Kinder und Jugendliche. Für viele Patienten ist die Transplantation gesunder Stammzellen die einzige Überlebenschance.

Die DKMS-Familie ist mit über 5,8 Millionen registrierten Stammzellspendern der weltweit größte Dateienverbund. Täglich spenden durchschnittlich 18 DKMS-Spender Stammzellen. Dennoch kann für zahlreiche Patienten kein geeigneter Spender gefunden werden. Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen in die Datei aufnehmen lassen. Uwe Willner griff diesen Gedanken auf: Er will prüfen, wie ein Typisierungstermin innerhalb der Sparkasse Düren für die Kollegen organisiert werden kann.

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