Ein Gewinn auch für die Umwelt

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Kreis Düren. Die „Das haben wir schon immer so gemacht”-Haltung ist bequem, aber gefährlich. Denn wer zu spät kommt, den bestraft bekanntlich das Leben, wahlweise das Geschäftsleben.

Um dem vorzubeugen, haben sich elf Unternehmen aus dem Kreis Düren auf den Weg gemacht, ihre Betriebsabläufe kritisch zu hinterfragen: Wo können wir sparen?

Bei der Leitfrage rücken aber nicht die Personalkosten in den Blick, sondern die Umwelt. Im Rahmen des ersten Ökoprofit-Projektes des Kreises geht es um Umweltschutz durch Ressourcenschonung. Öl, Gas, Strom, Wasser und andere Rohstoffe - wer möglichst intelligent mit wertvollen Gütern umgeht, der tut der Umwelt und der Firmenkasse gleichermaßen Gutes. Das ist der Grundgedanke des bundesweit bewährten Beratungsprogramms Ökoprofit, das nun auch an der Rur Früchte tragen soll.

Im Kreishaus Düren gab der stellvertretende Kreisdezernent Walter Weinberger den Startschuss für den ersten Workshop der Firmenvertreter. Da es das eine immergrüne Rezept nicht gibt, ist es ihre Aufgabe, passgenau eigene Strategien zu entwickeln. Dabei soll der Austausch mit Gleichgesinnten aus anderen Unternehmen den Blick weiten und befruchtend wirken. Zudem begleitet das Büro B.A.U.M.-Consulting den Prozess. In etwa einem Jahr soll dieser abgeschlossen sein. Dann erhalten die erfolgreichen Unternehmen in einer öffentlichen Feierstunde ihr Ökoprofit-Zertifikat.

„Wir haben uns die Frage gestellt, wie die Firma Anker-Teppichboden in 30 Jahren aussieht”, berichtete Geschäftsführer Markus Schoeller in der Vorstellungsrunde von den strategischen Überlegungen des traditionsreichen Dürener Unternehmens. „Es ist unsere feste Überzeugung, dass sich Ökonomie und Ökologie nicht widersprechen. Deshalb wollen wir uns voll und ganz unter das Dach der Nachhaltigkeit begeben.” Erste Weichen seien bereits gestellt worden, vom Ökoprofit-Projekt erwarte man weiteren Schub, um das Unternehmen langfristig am Standort Düren abzusichern.

Am Ökoprofit-Projekt beteiligen sich Unternehmen aus dem gesamten Kreis mit insgesamt 2000 Mitarbeiten. Klassische Produktionsbetriebe sind ebenso dabei wie Verkehrsdienstleister, ein Krankenhaus und eine Senioreneinrichtung. Wie Berater Johannes Auge berichtete, sparen die bisherigen Ökoprofit-Absolventen in NRW jährlich 50 Millionen Euro an Betriebskosten ein. Zu den Hauptgewinnern zählt immer auch die Umwelt, die weniger Abfall, weniger Abwasser und weniger CO2-Ausstoß auf der Habenseite verbucht. An der Finanzierung des Projekts beteiligt sich neben Kreis und Stadt Düren das NRW-Umweltministerium.
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