Ein Drittel der Absolventen ist schon Azubi

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Hauptschüler und Arbeitgeber
Hauptschüler und Arbeitgeber aus der Region frühzeitig in Kontakt miteinander zu bringen gehört zum „Startklar”-Programm. Das zahlt sich aus. Ein Drittel der 88 Maßnahmeteilnehmer aus dem Kreis Düren, deren Schullaufbahn jetzt zu Ende gegangen ist, hat bereits einen Lehrvertrag unterschrieben.

Kreis Düren. Erstmals haben 88 Schüler der Hauptschulen Birkes-dorf, Gürzenich, Burgauer Allee, Vettweiß, Nörvenich, Linnich und Jülich die Schule nicht nur mit dem Abschlusszeugnis der Klasse 10 verlassen.

Sie haben gleichzeitig ein Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme am Programm „Startklar! Mit Praxis fit für die Ausbildung NRW” erworben. Seit der achten Klasse haben sich die Jugendlichen mit den eigenen Stärken und mit unterschiedlichen, dazu passenden Berufsfeldern auseinander gesetzt.

Neben der klassischen Berufsorientierung entwickelten sie ihre sozialen Kompetenzen weiter. Ziel des Programms ist es, Jugendliche fit für eine Ausbildung im Betrieb zu machen.

„Um dieses Ziel zu erreichen, erhielten die Schüler neben der in den Schulen stattfindenden Berufsorientierung praktische Unterweisung mit Inhalten aus dem ersten Ausbildungsjahr bei den beiden an Startklar beteiligten Bildungsträgern”, erläutert Christian Siebertz vom Sozialwerk Dürener Christen.

In den Lehrwerkstätten des Sozialwerks und der QualiTec GmbH der Handwerkskammer Aachen als beteiligte Bildungsträger konnten sich die Jugendlichen in den Berufsfeldern Anlagenmechanik, Elektrotechnik, Friseur, Bürokommunikation, Tischler und Verkauf versuchen. Neben der reinen Kompetenzvermittlung wurde im letzten Schulbesuchsjahr auch das Thema Bewerbung und Vermittlung integriert”, sagt Margit Keller von der QualiTec.

All diese Angebote haben dazu geführt, dass bisher 29 der 88 Jugendlichen am Ende der zehnten Klasse einen Ausbildungsplatz haben. Mit diesem Drittel liegt die Quote höher als die aller Hauptschulabgänger.

„Dieses Ergebnis geht in die richtige Richtung. Gerade Hauptschüler erkennen eine Ausbildung für sich seltener als Chance. Das liegt vor allem an der für sie schwierigen Situation auf dem Ausbildungsmarkt in den letzten Jahren. Diese Jugendlichen gehen bevorzugt weiter zur Schule und landen oft im Übergangssystem”, weiß Elisabeth Buschmann, Koordinatorin des Regionalen Übergangsmanagements. „Hier erfolgt glücklicherweise ein Umdenken - bei den Jugendlichen wie bei den Betrieben.”

Programme wie „Startklar!” leisten dabei einen wichtigen Beitrag und sorgen dafür, dass in Zukunft die Potenziale und Fähigkeiten von Hauptschulabsolventen wieder erkannt und zur betrieblichen Fachkräftesicherung genutzt werden. Viele Schüler der aktuellen Klassen acht und neun wollen das Programm nutzen. Es habe sich in der Region etabliert und soll von den beteiligten Schulen weitergeführt werden.

Als neuer Träger ist die Low-tec mit ins Boot geholt worden, um das Angebot an Werkstätten zu erweitern. Finanziert wird das Programm vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, von den nordrhein-westfälischen Ministerien für Schule und Weiterbildung sowie für Arbeit, Gesundheit und Soziales und von den Regionaldirektionen Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit. Umgesetzt wird das Bund-Länder-Programm „Startklar!” von der Landesgewerbeförderstelle des Handwerks und der Landesstiftung Partner für Schule. Regional wird das Programm vom Regionalen Übergangsmanagement des Kreises Düren unterstützt.

Weitere Infos erteilt Anna-Maria Wagner von der Kreisverwaltung Düren unter Telefon 02421/222836 und per E-Mail an a.m.wagner@kreis-dueren.de
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