Ein Ausbildungszentrum für Notfallsanitäter

Von: smb
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Der Kreis will mit dem DRK eine Schule für die Ausbildung von Notfallsanitätern gründen. Foto: dpa

Kreis Düren/Stockheim. Der Rettungsdienst Kreis Düren (RDKD) und die Landesschule Nordrhein des Deutschen Roten Kreuzes möchten eine Notfallsanitäterschule gründen. Standort für das „Notfallbildungszentrum Eifel-Rur“, kurz „NOBIZ“, soll am Feuerschutztechnischen Zentrum in Stockheim sein.

Es würde dann eine 49-prozentige Tochtergesellschaft des Rettungsdienstes im Kreis Düren.

Anlass für die Ausbildungskooperation ist das neue Berufsbild des Notfallsanitäters. Dieser Beruf wurde geschaffen, um den Notarztmangel in manchen Teilen Deutschlands zu kompensieren und um Notfallpatienten ohne persönliche Anwesenheit eines Notarztes – also zum Beispiel via Telemedizin – behandeln zu können.

Die Kreisverwaltung geht zudem davon aus, dass auch in Krankenhäusern und in der Pflege – beispielsweise von Menschen, die Zuhause beatmet werden – Bedarf an Notfallsanitätern besteht. Mit dem neuen Berufsbild würden die Anforderungen hinsichtlich Inhalten, Personalqualifikation der Lehrenden und des Unterrichtsumfangs steigen, die Verzahnung zwischen Theorie und Praxis werde enger. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter dauert drei Jahre. Sie besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht und einer praktischen Ausbildung.

Die Notfallsantitäterausbildung, die Qualifizierung von Rettungsassistenten zu Notfallsanitätern sowie die Qualifizierung von Praxisanleitern sind laut Vorlage des Kreises für den heute tagenden Kreistag ein „am Markt neu zu etablierendes Segment“.

Der Kreis spricht von wirtschaftlichen, logistischen und strategischen Synergien, die aus der Zusammenarbeit resultieren können. Durch die Ansiedlung der Schule in Stockheim könnten die im Rettungsdienst arbeitenden Praxisanleiter einfacher in den Schulalltag integriert werden. Der Standort ist aus Sicht des Kreises auch aufgrund der Verkehrsanbindung und der Infrastruktur ideal. Schulungsräume und Parkplätze böten gute Voraussetzungen.

Gemeinnützige Gesellschaft

Die DRK-Landesschule bietet seit vielen Jahren Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote an und hat bereits einen Standort im Kreis Düren und mehrere in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf. Der RDKD als Gesellschafter bringe ein gesichertes Teilnehmerpotenzial zur Gewährleistung eines wirtschaftlichen Betriebes“ mit ein, heißt es in der Vorlage.

Für die Notfallsanitäterschule wird die Gründung einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) angestrebt.

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