Dürener Kliniken sind jetzt RWTH-Lehrkrankenhäuser

Von: Sandra Kinkel
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Oberarzt Dr. Sascha Zschernitz (links) ist am Marienhospital für die Ausbildung des medizinischen Nachwuchses verantwortlich. Er betreut auch Assistenzarzt Michael Suchan. Foto: Sandra Kinkel
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Peter Asché, Michael Hanke, Professor Dr. Thomas H. Ittel, Bernd Koch, Professor Dr. Stefan Uhlig, Renardo Schiffer, Dr. Bodo Müller und Dr. Herbert Wilmsen (von links) besiegelten die Zusammenarbeit zwischen den Kliniken. Foto: Universitätsklinikum Aachen

Düren. Die beiden Dürener Kliniken der Caritas Trägergesellschaft West (CTW), das St.-Augustinus-Krankenhaus in Lendersdorf und das Marien-Hospital in Birkesdorf sind ab sofort Akademische Lehrkrankenhäuser der RWTH Aachen. Damit ist für die Verantwortlichen der CTW ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen.

Um Akademisches Lehrkrankenhaus werden zu können, haben die beiden CTW-Häuser ein umfangreiches Bewerbungsverfahren durchlaufen. Dr. Bodo Müller, Ärztlicher Direktor am Marien-Hospital: „Wir haben unser Interesse bekundet, Lehrkrankenhaus zu werden, haben unsere Abteilungen den entsprechenden Professoren aus Aachen vorgestellt und auch ein Ausbildungskonzept für die Studenten entwickelt.“

„Wir bemühen uns schon sehr lange, Lehrkrankenhaus zu werden. Jetzt hat es endlich geklappt“, sagte CTW-Geschäftsführer Bernd Koch. Die beiden Kliniken würden ein breites medizinisches Spektrum anbieten. „Es gibt hier die komplette medizinische Grundversorgung, aber auch interessante Spezialisierungen.“

Warum die beiden Kliniken ausgerechnet jetzt den Zuschlag als Lehrkrankenhaus bekommen haben, können die Verantwortlichen nur schwer sagen. Müller: „Auf dem medizinischen Sektor gab es schon lange eine Zusammenarbeit mit der RWTH. Turnusmäßig werden von Seiten der Universität alle Lehrkrankenhäuser auf den Prüfstand gestellt, und neue gesucht. Das war jetzt wieder der Fall.“

Für die CTW gibt es keinen wirtschaftlichen Anreiz, Akademisches Lehrkrankenhaus zu werden. Bernd Koch: „Das war früher so, weil es Aufwandsentschädigungen für die Ausbildung der jungen Ärzte im ‚Praktischen Jahr‘ gab. Das ist heute aber nicht mehr der Fall.“

An Akademischen Lehrkrankenhäusern werden Medizinstudenten vor dem dritten Staatsexamen ausgebildet. Das Marien-Hospital bietet die beiden Pflichtfächer Innere Medizin und Chirurgie an, darüber hinaus die Wahlfächer Gynäkologie, Pädiatrie und Anästhesie. Das Wahlfach Neurologie können die Studierenden am St.-Augustinus-Krankenhaus belegen.

Bernd Koch: „Die Akquise von jungen Medizinern ist sehr wichtig. Wenn wir an unseren Häusern ausbilden, bleiben nach dem letzten Staatsexamen vielleicht einige der jungen Leute hier. So können wir und gegen den Ärztemangel in der Region engagieren.“ An beiden Häusern sei in vielen Fächern eine Facharztausbildung möglich. „Das ist bestimmt ein Anreiz bei der Stellensuche.“

13 Studenten im „Praktischen Jahr“ werden in Birkesdorf und Lendersdorf ausgebildet, die ersten beginnen Anfang Mai mit der Arbeit. Die beiden Oberärzte Dr. Sascha Zschernitz und Dr. Jens Blankenstein kümmern sich um die Ausbildung. Dr. Matthias Imdahl, Ärztlicher Direktor am Augustinus-Krankenhaus: „Ich glaube, dass unsere Häuser für junge Mediziner durchaus attraktiv sind. In kleineren Kliniken ist der Kontakt zum Patienten viel näher.“

Auch für die Patienten sei es von Vorteil, dass die Kliniken jetzt Akademische Lehrkrankenhäuser seien. Imdahl: „Die Patientenvorsorgung wird noch besser und reibungsloser funktionieren. Unter anderem wird es in Zukunft sicher leichter gehen, Patienten, die akut versorgt werden müssen, ins Klinikum zu verlegen.“

Dr. Bodo Müller ergänzt: „Bei Bedarf erfolgen zeitnahe Fallkonferenzen, um die Qualität der Behandlung zu optimieren. Außerdem können die Häuser sich medizinisch und wissenschaftlich besser vernetzen.“ Grundsätzlich, da sind sich die Verantwortlichen der CTW-Krankenhäuser einig, sei die Berufung „ein Zeichen für die hohe Qualität der Kliniken.“

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