Drücken sich viele Mini-Job-Chefs bewusst um ihre Pflichten?

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Kreis Düren. Wenn es um die Rechte von Mini-Jobbern geht, nehmen es nach Ansicht der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) viele Chefs im Kreis Düren mit dem Gesetz nicht so genau. Leidtragende seien die Beschäftigten.

Viele Arbeitgeber wüssten nicht, dass ihre geringfügig Beschäftigten den anderen Arbeitnehmern gleichgestellt seien.Nicht selten drückten sich Mini-Job-Chefs allerdings auch bewusst um ihre Pflichten. „Nur so ist es zu erklären, dass viele 450-Euro-Jobber keinen bezahlten Urlaub, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und auch keine tariflichen Feiertagszuschläge bekommen. Dabei haben sie auf alles Anspruch“, sagt Peter Mogga und verweist auf Beobachtungen, die die NGG in der Gastronomie macht.

Für den Geschäftsführer der NGG-Region Aachen steht fest: „Gerade im Bereich der Mini-Jobs werden Arbeitnehmerrechte von den Chefs häufig missachtet – entweder aus Unkenntnis oder Vorsatz. Umso wichtiger ist es, dass die geringfügig Beschäftigten wissen, was ihnen zusteht.“

Mogga geht mit Blick auf die Sommersaison davon aus, dass derzeit wieder zusätzliche Mini-Jobber angeworben werden, um Spitzen abzudecken. Bei der Einstellung sollten die Beschäftigten auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag bestehen, in dem Urlaubsanspruch und Lohnfortzahlung festgeschrieben sind, rät Mogga. Um die „häufige Missachtung von Arbeitnehmerrechten bei Mini-Jobbern besser in den Griff zu bekommen“, sollte nach Meinung der NGG die Einhaltung der gesetzlichen Standards stärker kontrolliert werden.

Nach Angaben der NGG gibt es rund 28 .90 geringfügig Beschäftigte im Kreis Düren. Peter Mogga: „Wir sehen die große Zahl von Mini-Jobbern mehr als kritisch. Hierdurch werden Vollzeit-Stellen verdrängt. Für Frauen wird eine geringfügige Beschäftigung vielfach zur Sackgasse. Der Übergang in einen regulären Vollzeit-Job gelingt nur selten. Zudem ist Altersarmut vorprogrammiert.“

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