Drover Heide: Knapp 700 Quadratmeter leuchten purpurfarben

Von: Andreas Bongartz
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Ein Besuch in der Drover Heide lohnt derzeit besonders: Die Heide blüht und taucht die Landschaft zwischen Drove, Soller und Stockheim momentan in ein purpurnes Blütenmeer. Foto: Andreas Bongartz

Drove. Mal ein bisschen heller, mal ein bisschen dunkler, dazwischen ein wenig weiß, aber vor allem purpurfarben: Die Drover Heide präsentiert sich zurzeit von ihrer schönsten Seite, steht die dort heimische Besenheide doch gerade in voller Blüte und bietet so ein grandioses Naturschauspiel.

Zwischen Ende Juli und Anfang September verwandelt sich das Naturschutzgebiet zwischen Drove, Soller und Stockheim regelmäßig in ein farbenprächtiges Blütenmeer, das von purpurn über rosa bis weiß variiert.

Rund ein Fünftel der etwa 680 Hektar großen Drover Heide sind mit Calluna vulgaris, oder kurz Besenheide, bewachsen. Besucher des Schutzgebietes können so große Heidebereiche in einem lilafarbenen Kleid erleben. Dieses fällt in diesem Jahr sogar noch ein bisschen größer als sonst aus, da der regnerische Sommer das Heidekraut besonders gut gedeihen lässt. „Die Pflanzen haben genug Wasser und sind nicht sofort ausgetrocknet. In besonders heißen Sommern verbrennt die Heide regelrecht“, weiß Reinhold Hierse, der Beauftragte des Kreises Düren für das Naturschutzgebiet Drover Heide.

Zudem hätten die Naturverjüngungsmaßnahmen der Biologische Station gute Ergebnisse erzielt. „Im Winter werden kleine Bereiche abgebrannt auf den nährstoffarmen Böden kann sich die Heide dann durchsetzen“, erklärt Hierse. Eine Pflegemaßnahme, die von der Arbeitsgruppe „Feuerökologie“ des Max-Planck-Instituts in Freiburg wissenschaftlich begleitet wird. Reinhold Hierse: „Die Biologische Station hat hier sehr gute Arbeit geleistet, man sieht, dass sich die Heide wieder gut erholt hat.“

Schafe und Hochlandrinder

Zu den umfangreichen Pflegemaßnahmen gehören darüber hinaus auch die Beweidung durch Schafe und schottische Hochlandrinder – Tiere, die man neben der heimischen Flora und Fauna ebenfalls in der Drover Heide antreffen kann. Schließlich lohnt nicht nur die blühende Heide derzeit einen Besuch im Naturschutzgebiet. Hier finden sich seltene Pflanzen- und Tierarten, wie etwa der Fadenenzian, der in ganz NRW nur noch im Münsterland zu finden ist.

Der Fadenenzian ist nur eine von rund 460 Pflanzenarten in der Drover Heide, die zudem rund 1100 verschiedene Käferarten und etwa 130 verschiedene Vogelarten beherbergt, darunter Ziegenmelker, Heidelerche, Raubwürger oder Neuntöter.

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