Vettweiß - Drei Politiker wollen auf den Chefsessel in Vettweiß

Drei Politiker wollen auf den Chefsessel in Vettweiß

Von: smb
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CDU-Kandidat Joachim Kunth. Foto: Burkhard Giesen
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SPD-Kandidat Jürgen Otto. Foto: B. Giesen
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FDP-Kandidatin Therese von Slawinski-Langkau. Foto: Burkhard Giesen

Vettweiß. Gefühlt ist Josef Kranz schon immer Bürgermeister der Gemeinde Vettweiß gewesen. 1992 wurde er zunächst Gemeindedirektor, später hauptamtlicher Bürgermeister. Die Ära Josef Kranz endet am 20. Oktober definitiv. Am 13. September entscheidet sich, wer als Nachfolger das Sagen im Rathaus hat.

Zur Wahl stellen sich der 33-jährige Verwaltungsmitarbeiter Joachim Kunth (CDU) aus Abenden, der 53 Jahre alte Polizist Jürgen Otto (SPD) aus Müddersheim und die 55-jährige Managerin Therese von Slawinski-Langkau (FDP) aus Kelz. Sie alle sind in der Gemeinde Vettweiß verwurzelt, sind in Vereinen aktiv. Sie wollen eine Gemeinde steuern, die wie andere ländliche Kommunen vor zahlreichen Herausforderungen steht: Die Kassen sind leer, die Aufgaben vielfältig, das Einsparpotenzial ausgereizt.

Vettweiß ist aber auch eine Gemeinde, in der sich Menschen umeinander kümmern, in der eine Tafel Bedürftige versorgt, in der sich Einheimische der Flüchtlinge annehmen, in der viele Kinder in Vereinen aktiv sind. Und das muss auch so bleiben – darin sind sich die Kandidaten einig. So schwebt Joachim Kunth ein Ehrenamtsfest für engagierte Bürger vor. Jürgen Otto will verhindern, dass die Dörfer zu Schlafstätten werden, weil es der Zusammenhalt sei, der das Leben lebenswert mache. Therese von Slawinski-Langkau möchte eine Jugendbegegnungsstätte etablieren.

Wichtig ist allen Kandidaten, dass sich in Vettweiß wieder mehr Gewerbe ansiedeln muss. Das bringt Geld, Arbeitsplätze, ein gutes Image. Nur wie genau wollen sie mehr Betriebe nach Vettweiß holen? Wie können die Vereine angesichts klammer Kassen unterstützt werden? Diese und weitere Fragen warten auf die drei Bürgermeisterkandidaten bei einer Podiumsdiskussion am 19. August.

„Vettweiß hat viel Potenzial und es gibt hier gute Voraussetzungen“, betont etwa Joachim Kunth. Leider sei das vielen aber noch nicht bekannt. Auch Jürgen Otto etwa will „Überzeugungsarbeit“ leisten. Er sagt: „Die Gewerbesteuer senken, um Betriebe anzulocken, hilft kaum. Wir brauchen ja auch die Einnahmen.“ Therese von Slawinski-Langkau schwebt eine „Anlaufstelle für Gründer im Rathaus“ vor, um den Mittelstand nach Vettweiß zu holen.

Auch über die Gemeindefinanzen wird bei der Podiumsdiskussion gesprochen werden. Wie wollen die Kandidaten Geld in die Kasse bringen? Wie für eine lebenswerte Infrastruktur in den Dörfern sorgen? Querdenken, die Gemeinde wachküssen, mehr Eigenwerbung – das sind Schlagworte, die fallen, wenn die drei Kandidaten über die Zukunft der Gemeinde sprechen. In der Diskussionsrunde werden die Kandidaten ihre Antworten auf die Fragen der Zukunft – zur Infrastruktur, zur Bildung, zum demografischen Wandel geben.

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