Die Warnstreiks erreichen Düren

Von: Jörg Abels
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Verdi-Sprecher Stefan Jungheim (l.) führte den Demonstrationszug der Warnstreikenden an und kündigte weitere Arbeitsniederlegungen für den Fall an, dass sich die Arbeitgeber nicht bewegen. Foto: Abels

Kreis Düren. Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben den Kreis Düren erreicht. Am Donnerstag folgten über 100 Mitglieder der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi dem Streikaufruf, um vor der dritten Verhandlungsrunde für die tariflich Beschäftigten im öffentlichen Dienst ihre Forderungen zu unterstreichen.

Während rund 35 Mitarbeiter des Wasserverbands Eifel-Rur an der Kundgebung in Aachen teilnahmen, zogen rund 60 Mitarbeiter der LVR-Klinik in einem Demonstrationszug vor dem Gebäude der Rurtalwerkstätten an der Veldener Straße, wo sich weitere Arbeitnehmer anschlossen.

Stefan Jungheim (Verdi) prangerte die „Nicht-Angebotspolitik” der Arbeitgeber an, die sich in zwei Verhandlungsrunden bislang nicht bewegt hätten. „Das bisherige Angebot der Arbeitgeber lautet null Prozent für 24 Monate”, skandierte Jungheim, begleitet von wütenden Trillerpfeifen der Streikenden: „Wir hoffen, dass bei der dritten Verhandlungsrunde am kommenden Mittwoch die Vernunft einkehrt und die Arbeitgeber endlich Zahlen auf den Tisch legen.”

Für den Fall des Scheiterns kündigte der Verdi-Sprecher schon jetzt weitere Warnstreiks an. Verdi fordert für die tariflich Beschäftigten im Öffentlichen Dienst eine soziale Absicherung der Altersteilzeit, die Übernahme der Auszubildenden, die zudem besser entlohnt werden sollen, und Lohnerhöhungen im Umfang von fünf Prozent, um gerade auch in Zeiten der Krise die Binnennachfrage zu steigern. „Das ist für mich ein zentrales Thema”, betonte Jungheim ein, „dass nicht nur für Politikergehälter zählen darf”.

Ein Argument, das Niederziers Bürgermeister Heuser nachvollziehen kann. „Unsere stark dezimierte Mannschaft im Rathaus hat ein gutes Recht, zumindest den Inflationsausgleich zu erhalten. Auf der anderen Seite muss ich mit Blick auf die desolate Situation der kommunalen Finanzen aber auch sagen, dass uns jedes Prozent mehr Lohn schmerzt. Weitere Warnstreiks sind bis zum 10. Februar nicht geplant.
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