Die Talente Behinderter nutzen

Von: ch
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Stellten die besonderen Talente von Behinderten für ein ehrenamtliches Engagment heraus: Liesel Ganser und Beate Damen-Penser (Aktion Lebensfreude Jülich), Anja Bongartz (Rheinischer Blindenfürsorgeverein), Stephan Nellen (Landschaftsverband), Cindy Mischke (Verein „Die Kette”, Düren) und Manfred Paier (v.l.). Foto: ch

Kreis Düren. Menschen mit einer Behinderung sind nicht nur Hilfsbedürftige - sie können mit ihren ganz speziellen Talenten auch ihrerseits helfen. Auf dieser Basis fußt das Projekt „PatEnt - Trau dich!”.

Unterstützt von der Kommunalpolitikerin Käthe Hofrath, wurde dieses Projekt von Ingrid Lensing, der Geschäftsführerin des Dürener Freiwilligenzentrums an der Arnoldsweilerstraße, mit entwickelt. Bei einem Forum in der Zentrale der Sparkasse stellten sie und andere Beteiligte aus dem gesamten Kreisgebiet Details vor.

Anja Bongartz vom Rheinischen Blindenfürsorgeverein benannte die Talente ihrer Klientel ganz genau: „Blinde sind sehr ordentlich und haben gute kommunikative Fähigkeiten.” Stephan Nellen (Landschaftsverband Rheinland), der im Bereich des betreuten Wohnens arbeitet, weiß, dass geistig Behinderte oft von sich aus nach aktiver Mitarbeit in ehrenamtlicher Funktion fragen. Beispiele aus der Praxis hatte er auch bei der Hand: So sei ein junger Mann beim Riten Kreuz als Sanitäter aktiv, derweil es ein anderer sogar zum Schützenkönig gebracht habe. Manfred Paier alias „Dr. Clown”, der vor allem in der Aus- und Weiterbildung von Altenpflegern tätig ist, legte seine Zuhörern die Fähigkeit von Menschen mit Down-Syndrom ans Herz: „Das sind die besten Pflegeassistenten für Seniorenheimen.” Humor und Herzlichkeit im Umgang seien ihre herausragenden Gaben.

Von den anwesenden Vertretern des öffentlichen Lebens erhielten sowohl die „Eltern” von „PatEnt” als auch die einsatzwilligen Behinderten viel Lob und Anerkennung. Nachdrücklich für Käthe Hofraths Einsatz bedankte sich dabei Adolf Terfloth, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse. Landrat Wolfgang Spelthahn seinerseits hob Ingrid Lensings Beitrag zum Entstehen der Initiative heraus und betonte, wie wichtig es sei, Behinderten ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft zu geben. Eine regelrechte Hymne auf Ingrid Lensing stimmte schließlich der erste stellvertretende Bürgermeister Dürens, Hubert Cremer, an: „Überall, wo man hinkommt, ist diese Dame aktiv.” Und er bekräftigte: „Behinderte sind vollwertige Mitglieder der Gesellschaft.”
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