Kreis Düren - Die Sonne hat im November nur selten den Durchblick

Die Sonne hat im November nur selten den Durchblick

Von: kjl
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Kreis Düren. Laut Wetterstatistik war der vergangene November sehr sonnenscheinarm und mild, der Herbst war sogar einer der wärmsten der vergangenen 120 Jahre. Immer wieder schoben Tiefdruckgebiete dichte Wolken in unsere Region, die Sonne hatte daher nur selten den Durchblick.

Schauen wir auf die Durchschnittstemperaturen von 6,1 Grad (in Heimbach) über 6,7 Grad (in Jülich) bis 6,8 Grad (in Düren) und 6,9 Grad in Drove. Die Abweichungen vom Langzeitwert waren allesamt positiv und erreichten +0,5 Grad bis +1,0 Grad. Mit der Höhe sanken die Mittelwerte noch einmal deutlich ab: Kermeter Rureifel (4,5 Grad), Vossenack (5,0 Grad) und Schmidt (5,7 Grad), auch hier war es zu warm. In den Wetterannalen der Kreisstadt Düren belegte dieser November den 23. Platz der wärmsten November seit 1937. Den Spitzenplatz belegt der November 1994 mit 9,9 Grad in Jülich (Düren 10,2 Grad).

Der kleine sogenannte „Allerheiligen-Sommer“ brachte in diesem Jahr genau zum 1. November die höchsten Temperaturen. Eine Eifel-Föhnlage begünstigte besonders den Kreis Düren und die Rureifel. Hier einige fast spätsommerliche Werte: 20,5 Grad in Hasenfeld, 18,9 Grad in Hambach, 17,1 Grad in Heimbach, 17 Grad auf dem Kermeter am Wilden Pfad, 16,6 Grad in Jülich, 16,4 Grad in Linnich, 16,2 Grad in Drove und Aldenhoven sowie 16 Grad in Vettweiß und Düren. Der Eifelföhn hat im November 1983 und 2014 schon Werte bis 22,8 Grad im Südkreis rund um Vettweiß geschafft.

Große Kaltlufteinbrüche blieben im vergangenen Monat aus. Die ersten Luftfröste bis in die Niederungen wurden am 7. November gemessen. Am 12. November gab es die erste Schneedecke (bis ein Zentimeter) in den Hochlagen der Rureifel. Die niedrigsten Lufttemperaturen des Monats konnten die Wetterbeobachter am Morgen des 30. November ablesen: -2,3 Grad in Hergarten, -2,2 Grad in Heimbach, -1,7 Grad in Vettweiß, -1,4 Grad in Düren und auf dem Kermeter, -1,2 Grad in Drove und Nörvenich, -0,8 Grad in Schmidt, -0,7 Grad in Aldenhoven sowie -0,6 Grad in Vossenack. Am Erdboden sanken die Werte im Rurtal bei Düren bis -5,5 Grad am 30. November. Der November hat in den vergangenen 125 Jahren deutlich kältere Novembertage hervorgebracht, wie zum Beispiel -9,5 Grad im Jahr 1965 in Elsdorf. Rekordhalter in Aachen ist der 28. November 1890 mit extremen -13,2 Grad.

Versteckspiel

Zu niedrig fielen die Sonnenscheinsummen des Monats aus (90 Prozent des Mittels). An acht Tagen versteckte sich die Sonne sogar den ganzen Tag rund um Düren. Hier einige Summen aus dem Kreisgebiet: Drove 76 Stunden, Aldenhoven 73, Vettweiß 70, Düren 68, Jülich 64, Nörvenich und Schmidt 58 und in der Tallage von Heimbach 49 Stunden. Im Jahre 1912 wurde der bisherige November-Minusrekord von gerade 13 Sonnenstunden im Raum Aachen-Düren gemessen.

Nur selten zeigte der November in diesem Jahr sein stürmisches Gesicht, so zum Beispiel am 23. November mit Böen der Stärke 8 bis 9. 72 Stundenkilometer (km/h) in Nörvenich, 74 km/h in Düren, 76 km/h im Raum Aldenhoven, 78 km/h in Jülich sowie 87 km/h am Tagebau Hambach.

Hinsichtlich der Niederschläge war besonders die zweite Monatshälfte sehr ergiebig. Hochdruckwetterlagen blieben eine Fehlanzeige. Folgende Monatssummen addierten die Beobachter: Vlatten 42 Liter (l), Vettweiß 44 l, Drove, Hergarten und Linnich 53 l, Heimbach 54 l, Düren 55 l, Nörvenich und Jülich 58 l, Kermeter 62 l, Brandenberg 67 l, Hambach 68 l, Schmidt 69 l und Vossenack 89 l/qm. Die Abweichungen vom Mittelwert 1981 bis 2010 betrugen zum Teil plus zehn Prozent.

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