„Die gute Tafel” hilft bedürftigen Tierbesitzern

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Kreis Düren. Es ist soweit: Die „Tierschutzstiftung im Kreis Düren” will Menschen und Tieren in Not helfen und hat „Die gute Tafel” gegründet.

Geplant ist die Aktion schon lange, ab sofort können sich Bedürftige anmelden. Mit der Aktion soll verhindert werden, dass Tiere wegen der wirtschaftlichen Not der Besitzer ins Tierheim abgegeben werden.

Angesprochen werden Tierbesitzer, die unverschuldet in Not geraten sind und deswegen ihre Tiere nicht mehr richtig versorgen können. Die Bedürftigkeit muss allerdings nachgewiesen werden, damit Futter spendiert und in Einzelfällen auch die Hundesteuer erstattet werden kann. Futter wird im Tierheim in Naturalien abgeben. Die Hundesteuer muss jährlich neu beantragt werden.

Wichtig: Die Bedürftigkeit muss nachgewiesen werden. Ob sie vorliegt, entscheidet ein Vorstandsmitglied der Tierschutzstiftung. Und der Antragsteller muss im Kreis Düren seinen ersten Wohnsitz haben. Der Antrag kann ganz formlos im Tierheim abgegeben werden. Er muss persönliche Daten, Adresse und Geburtsdatum, Name der Tiere/des Tieres und dessen Alter sowie das Datum der Anschaffung enthalten. Außerdem Gründe für die Bedürftigkeit, wie beispielsweise chronische Krankheit oder Arbeitslosigkeit, die zu wirtschaftlicher Not führte.

Dem Antrag muss in Kopie beigefügt oder bei Antragsabgabe vorgelegt werden: Der Leistungsbescheid (Bewilligungsdauer) der Sozialbehörden auf Grundsicherung für Arbeitssuchende oder Grundsicherung für Erwerbsunfähige. Immer wieder stellen Menschen keine Anträge auf Unterstützung auf Leistung durch die Sozialhilfeträger. „Hier wollen wir insbesondere Rentner berücksichtigen, deren monatliches Einkommen laut Rentenbescheid 650 Euro nicht überschreitet”, sagt Tierschützer Jürgen Plinz.

Es können nur solche Tiere in der Versorgung unterstützt werden, die vor Eintreten der Notsituation in das Eigentum des Antragstellers gekommen sind. Dies kann durch einen entsprechenden Impfpass eines niedergelassenen Tierarztes nachgewiesen werden. Sind mehrere Tiere im Haushalt des Antragstellers, aber nicht alle vor Eintreten der Notsituation ins Haus gekommen, „werden die nach Eintreten der Bedürftigkeit angeschafften Tiere nicht von uns unterstützt”, so Plinz. Und: Dem Tierheim muss gestattet werden, die Lebensverhältnisse des Tieres unangemeldet zu prüfen, „wie wir das auch bei unseren Tiervermittlungen machen”.

Liegt die Bedürftigkeit vor und sind auch alle anderen Parameter erfüllt, übernimmt die Tierschutzstiftung 75 Prozent der Hundesteuer. Dazu muss der Steuerbescheid in Kopie vorgelegt und dem Tierheim oder der Tierschutzstiftung überlassen werden.

Die Adresse der Tierschutzstiftung

Unverschuldet in Not geratene Tierbesitzer können bei der Tiernahrung oder der Hundesteuer Anträge auf Unterstützung an die Tierschutzstiftung richten. Ihre Adresse lautet: Tierschutzstiftung im Kreis Düren, Am Tierheim 2, 52355 Düren, 02421/4078451.

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