Kreis Düren - Die größte Verwaltung der Region entsteht

Die größte Verwaltung der Region entsteht

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:

Kreis Düren. Die Kreisverwaltung wächst nach der Übernahme von zuletzt 32 Mitarbeitern des Landes, deren Aufgaben auf den Kreis übertragen wurden, weiter; bis Anfang 2011 voraussichtlich auf mehr als 1000 Mitarbeiter.

Damit entsteht in kürzester Zeit eine der größten Verwaltungen der Region. Auslöser ist die vom Kreistag beschlossene Neuorganisation bei der Betreuung Langzeitarbeitsloser. Waren bislang die 15 kreisangehörigen Städte und Gemeinden für die Berechnung und Auszahlung der Hartz-IV-Leistungen zuständig, übernimmt diese Aufgabe ab 2011 die Job-com als Fachamt des Kreises Düren, die sich bislang nur auf die Qualifizierung und Vermittlung von Arbeitslosengeld-II-Empfängern konzentriert. „Betreuung aus einer Hand” lautet die Devise.

Individuelle Lösungen möglich

„Wir müssen bis zu 178 Mitarbeiter auf Dauer integrieren”, spricht Landrat Wolfgang Spelthahn von dem „Kraftakt des Jahres”, darunter viele, die bislang nur einen zeitlich befristeten Arbeitsvertrag bei der Job-com hatten.

Die Verhandlungen mit den Städten und Gemeinden über eine Übernahme des Personals sollen noch im Januar anlaufen. Dabei macht Spelthahn deutlich, dass kein Mitarbeiter gezwungen werde, zum Kreis Düren zu wechseln. Individuelle Absprachen seien durchaus möglich. „Die zentrale Aufgabenerfüllung aus einer Hand ist das Entscheidende”, weißt der Landrat noch einmal darauf hin, dass der Betroffene vor Ort seinen gewohnten Ansprechpartner behalten soll. Ob der rein formal zum Kreis wechsele oder seine Arbeitskraft vom Kreis bezahlt werde, sei dabei zweitrangig. In allen Rathäusern (außer in Düren und Jülich) wird der Kreis Räume anmieten und mit einer einheitlichen Hard- und Software ausstatten. Darin besteht einer der größten Synergieeffekte der Neuorganisation, neben der Erwartung der Verantwortlichen, die Qualifizierung und Vermittlung der Langzeitarbeitslosen ab 2011 noch effektiver gestalten zu können.

Derweil ist Spelthahn zuversichtlich, dass das neue Dürener Jobcenter pünktlich zum Jahreswechsel 2010/11 seine Pforten öffnen wird. Der Spatenstich für das so genannte „Kreishaus D”, das von der F + S Projektentwicklungs GmbH gebaut und an den Kreis mit einer Laufzeit von 25 Jahren vermietet wird, steht kurz bevor. 90 Prozent der Fläche sind bereits belegt - auch, weil die Stadt Düren ihre bisher genutzten Standorte für die Betreuung der Langzeitarbeitslosen nun endgültig aufgeben wird, erklärt Spelthahn. „Damit können wir ab 2011 auch in Düren alle Leistungen an einem Ort erbringen.”

Die Neuorganisation der Job-com mit dem anstehenden Umzug ins Kreishaus D aber ist nicht die einzige wichtige Änderung in der Kreisverwaltung im Jahr 2010. Unter der Leitung von Elke Ricken-Melchert wird im Dezernat von Landrat Spelthahn ein neues Amt eingerichtet, für Chancengleichheit, Familien und Senioren. Und auch das Jugendamt wechselt in die Zuständigkeit des „Chefs”, um die Leistungen für alle Generationen künftig unter einem Dach zu bündeln. Mit der Umstrukturierung soll bereits im Januar begonnen werden.
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