Inden/Altdorf - Die ganze Vielfalt der Krippengestaltung im Gemeindehaus

Die ganze Vielfalt der Krippengestaltung im Gemeindehaus

Von: ptj
Letzte Aktualisierung:
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Vielfältige Krippenkultur: Größte ausgestellte Krippe im Gemeindehaus ist ein detailreiches Ensemble aus Wohnhaus und Stall. Foto: Jagodzinska

Inden/Altdorf. Krippen erzählen Geschichten. Zunächst natürlich die von der Geburt Jesu im Stall zu Betlehem, sie erzählen aber auch ein Stück Familiengeschichte.

„Wir kriegen manchmal Geschichten zu hören, wie Krippen aus dem Krieg gerettet wurden“, erzählt Dagmar Leonards aus dem Krippenteam im Gemeindehaus der evangelischen Kirche Inden/Altdorf. Die sechste Krippenausstellung zeigt 24 ganz unterschiedliche Krippen, und das genau ist der Sinn: „Wir wollen zeigen, wie vielfältig die Krippenkultur ist“, sagt Peter Bauer aus dem Team. „Wenn die Familien uns nicht zum Kaffee einladen, kriegen wir die Krippen nicht zu sehen“, meint er.

So drehte er mit seinem Team vor sechs Jahren den Spieß um. Er kam mit den Leuten ins Gespräch und bat sie, ihre Krippen im Gemeindehaus auszustellen. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen, die Menschen kommen miteinander ins Gespräch. Die größte Krippe, eine orientalische Version aus Styrodor im Außenfenster des Gemeindehauses, hat das damals vierköpfige Krippenteam vor fünf Jahren selbst gebaut, die Figuren wurden später gekauft. Jedes Jahr wird sie in rund eineinhalb Stunden wieder aufgebaut. Reparaturarbeiten sind beim Abbau zu leisten, dazu fehlt beim Aufbau die Zeit. Die zweitgrößte Krippe ist ein detailreiches Ensemble um Wohnhaus und Stall. Dann gibt es etwa die alpenländische Krippe, deren Figuren mit Stoff bekleidet sind. Oder eine von einem Rollstuhlfahrer selbst gebaute Krippe aus selbst gesammelten Materialien am Lucherberger See.

Erwähnenswert ist auch eine Krippe, deren Figuren der siebenjährige Hendrik mit seinem Vater in den Herbstferien im Töpfereimuseum Langerwehe selbst gefertigt hat. Als eigentliche Krippe fungiert ein hochgestellter alter Kochtopf und Strahlmaterial mit Resten von einer Drehbank. Sehr schön anzuschauen sind verschieden große Laternenkrippen mit selbst gestaltetem Hintergrund, etwa im italienischen Stil. Des Weiteren sind auch schöne Figurengruppen auf Stoff drapiert, etwa mit großem beschützenden Engel um Josef, Maria und Jesus. Auch diverse Kinderkrippen, die aus vielen einzelnen Holzelementen bestehen, gehören zur Ausstellung.

„Krippe bitte berühren“, steht über einer einzigen, bei allen anderen wird um das Gegenteil gebeten. Hier handelt es sich um die Kinderkrippe der evangelischen Kirchengemeinde Inden-Langerwehe, die Besucherkinder ausdrücklich zum Spielen einlädt. Peter Bauer hat während der zweitägigen Ausstellung schon viele Gespräche geführt und für die Fortsetzung im nächsten Jahr schon acht neue Aussteller gewonnen.

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