Die dritte Auflage des Interkulturellen Kalenders ist da

Von: nic
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Andere Religionen und Kulturen
Andere Religionen und Kulturen kennenlernen: Mit der dritten Auflage des Interkulturellen Kalenders wollen die Herausgeber und die Projektverantwortlichen für mehr Verständnis sorgen. Foto: Gottfroh

Kreis Düren. Wann feiern die Muslime im Kreis Düren das Zuckerfest? Wann steht bei den jüdischen Mitbürgern Jom Kippur im Kalender? Warum feiern die Christen das Pfingstfest? Und welche Gründe gibt es bei den Buddhisten und Hinduisten, um große Feste zu feiern?

Antworten auf diese Fragen liefert auch im kommenden Jahr wieder der Interkulturelle Kalender für Stadt und Kreis Düren, der von der Evangelischen Gemeinde zu Düren, der Katholischen Kirche in der Region Düren, dem Islamforum Düren und jüngst auch dem Evangelischen Kirchenkreis Jülich herausgegeben wird.

Es ist inzwischen die dritte Auflage des Kalenders. 2009 hatte die Evangelische Gemeinde, die auch diesmal federführend an der Umsetzung des Kalenders beteiligt war, die Idee zu dem Projekt. „In Düren leben immerhin 130 Nationen. Und natürlich ist man da neugierig, wie die Menschen aus anderen Kulturen und Religionen leben und wie und warum sie ihre Feste feiern. Deshalb kam uns die Idee zu dem Kalender, der genau erklärt, was wann gefeiert wird, und warum”, sagt Pfarrerin Karin Heucher von der Evangelischen Gemeinde. Für die Gestaltung und Umsetzung war das fünfköpfige Projektteam mit Stephanie Krafft, Monika Ollig, Fatikah Oubenkhir, Hille Richers, Ruth Maria Schmitz und Inge Schulz-Simon zuständig.

Der Kalender ermöglicht dem Besitzer, einen Blick über den eigenen religiösen Tellerrand zu werfen. „Und es kann zudem nicht schaden, wenn die christlichen Kinder - und auch die Erwachsenen - erfahren, warum man überhaupt Pfingsten feiert”, sagt Karin Heucher. „Mehr Wissen über andere Kulturen führt zu mehr Harmonisierung untereinander”, findet Mohamed Zuhaer Halabi, Vorsitzender des Islamforums Düren und gibt zu: „Ich habe selbst viel durch den Kalender gelernt.”

In diesem Jahr ermöglichen 19 Sponsoren, unter ihnen die Sparkasse Düren als Hauptsponsor, dass alle Schulen und Kindertageseinrichtungen im gesamten Kreisgebiet mehrere Exemplare des Kalenders geschenkt bekommen. Denn immer wieder hätten sich Lehrer bei den Herausgebern gemeldet, die betonten, wie hilfreich es sei, auf die Erklärungen der Feste der unterschiedlichen Religionen zurückgreifen zu können.

Nicht nur was die Termine angeht, die auf der Rückseite des jeweiligen Kalenderblattes festgehalten sind, geht es multikulturell zu. Auch die Bilder sprechen viele Sprachen: Die Fotos des Kalenders sind das Ergebnis eines Wettbewerbs unter dem Titel „Ich - Du - Wir: Düren” aus dem vergangenen Jahr. Die Siegerbilder wurden auf den zwölf Seiten des Kalenders abgedruckt und finden nun Eingang in Hunderte Wohnhäuser, Klassenzimmer und Gruppenräume im Kreis Düren. Der Kalender kostet zehn Euro. Der Erlös kommt der sozialen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien zu Gute, die das interkulturelle Miteinander fördern.
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