Der Winter ist frühlingshaft, der März vorsommerlich

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Seit Beginn der Sonnenscheinmessung im Jahr 1898 in Aachen gehört der März 2014 zu den fünf sonnigsten Märzmonaten zwischen Aachen und Düren. Foto: dpa

Kreis Düren. Die Menschen im Rheinland und auch im Dürener Land erlebten ein überwiegend frühlingshaftes, extrem trockenes und supersonniges Märzwetter. Nichts davon passte in diese Jahreszeit, alles scheint derzeit verschoben. Schon der Winter war frühlingshaft, und der März präsentierte sich tageweise vorsommerlich. Die Natur raste der Jahreszeit um gut drei Wochen voraus, also ein krasser Unterschied zum hochwinterlichen März 2013.

Schauen wir zunächst auf den Wärmeüberschuss. Die Monatsmitteltemperaturen erreichten in Vossenack 7,2 Grad, in Schmidt 8,1 Grad und Nörvenich 8,8 Grad. Die Abweichungen vom Langzeitmittel betrugen durchweg +2,0 bis +3,0 Grad. Ähnlich warm waren die Märzmonate 2012 und 2003.

Für das erste Märzdrittel wurden am 9. März Rekorde aufgestellt mit maximalen Temperaturen von 20-24 Grad (23,6 Grad in Vettweiß und 24,4 Grad in Drove). Beim zweiten Warmluftvorstoß zum Frühlingsanfang öffneten die ersten Biergärten, Cafés und Eisdielen. Trotz des vielen Sonnenscheins und hoher Temperaturen sanken die Tiefstwerte in den Eifeltälern oft in den Minusbereich (im Rurtal bei Düren gab es 14 Frostnächte und in Schmidt sechs). Es gab kaum Unterschiede zwischen den Tiefstwerten der Rureifel (Vossenack -1,9 Grad) und Düren -3,0 Grad).

Seit Beginn der Sonnenscheinmessung im Jahr 1898 in Aachen gehört der März 2014 zu den fünf sonnigsten Märzmonaten zwischen Aachen und Düren. Mit 219 Stunden liegt der März 1933 in Aachen auf dem ersten Platz. Fast alle Stationen lagen 50-100 Prozent über den Normalwerten. Hier weitere rekordverdächtige Sonnenscheinsummen: Vossenack 138 Stunden, Heimbach Tallage 165, Schmidt 198, Nörvenich 202, Zülpich 213 und Düren 225 Stunden.

Zu guter Letzt sei noch die enorme Trockenheit beleuchtet. Im Rheinland, in der Voreifel und der Eifel kann man diesen Regenmangel nur mit den Jahren 1929 und 1953 vergleichen. Bis zur Monatsmitte fielen nur wenige Tropfen, und die Waldbrandgefahr im Venn stieg auf die höchste Stufe. Nur zehn Prozent des üblichen Regens wurde im Dürener Kreisgebiet gemessen. Die trockensten Stationen erreichten gerade mal 4-7 Liter/Quadratmeter (Düren, Zülpich, Vettweiß und Drove). Die niederschlagsreichsten Stationen erreichten im Messbecher 12- 16 l/qm (Schmidt, Heimbach und Hergarten). Auch in den Märzmonaten 2011 und 1993 lagen die Niederschlagssummen örtlich unter 10 l/qm.

Trotz geringer Niederschläge in der ersten Aprilwoche wird die seit Monaten andauernde Trockenheit nicht weichen. Neue Hochdruckwetterlagen sind in den Vorhersagekarten zu erkennen. Bis auf einige leichte Bodenfröste ist kein Rückfall in winterliche Verhältnisse zu erwarten, auch wenn die Karwoche und Ostern nach derzeitigen Vorhersagekarten normale Aprilwerte von 10-15 Grad bringen werden.

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