Huchem-Stammeln - Der Steinkauz bestimmt den Zeitplan des Neubaus

Der Steinkauz bestimmt den Zeitplan des Neubaus

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Mit dem symbolischen Spatenstich gaben Regina Brückner und Klaus-Werner Dittrich von der Awo mit Bürgermeister Hermann Heuser (r.,SPD) den Start zum Bau der neuen Seniorenhäuser.

Huchem-Stammeln. Den Plan, an der Mittelstraße in Huchem-Stammeln unweit des bestehenden Seniorenzentrums moderne Wohngemeinschaftshäuser für Senioren zu errichten, verfolgt die Arbeiterwohlfahrt bereits seit Jahren. Und die beiden ersten von insgesamt drei geplanten Objekten hätten auch schon längst fertig sein können, wenn auf den Wiesen inmitten der Ortschaft Huchem-Stammeln nicht ein Steinkauz sein Revier hätte.

Zum Schutz der bedrohten Eulenart durfte der Awo-Bezirksverband Mittelrhein nicht ohne aufwendige Ausgleichsmaßnahmen mit dem Bau des Drei-Millionen-Euro-Projekts beginnen. So mussten unter anderem Obstbäume und Weißdornhecken angepflanzt werden, damit der Steinkauz auch in Zukunft genügend Nahrung findet.

Und der kleine Vogel ist es auch, der den Zeitplan des Neubaus diktiert. „Der Rohbau muss bis März stehen“, betont der stellvertretenden Awo-Bezirksvorsitzende Klaus-Werner Dittrich. Wenn die Brutzeit beginnt, müssen die Außenarbeiten beendet sein. „Der Innenausbau ist dann kein Problem mehr“, ergänzt Regina Brückner, die Leiterin des angrenzenden Awo-Seniorenzentrums. Klar, dass die beiden nun auf einen milden Winter hoffen, damit sich die für Herbst 2017 geplante Fertigstellung der beiden ersten Wohngemeinschaftshäuser nicht noch weiter verzögert. Und die Bauarbeiter drücken mächtig aufs Tempo, wie sich Bürgermeister Hermann Heuser (SPD) beim symbolischen Spatenstich vor Ort selbst überzeugen konnte.

In den beiden Häusern, die ein begrüntes Flachdach erhalten, werden sich acht und zehn Zimmer – 28 oder 30 Quadratmeter groß – mit barrierefreiem Badezimmer, einer Kochecke und einer kleinen Terrasse um die Gemeinschaftsbereiche gruppieren. Die Wohnform einer modernen WG lässt den künftigen Bewohnern ausreichend Raum für die eigene Privatsphäre, bietet aber mit einem großen Wohnzimmer und einer Wohnküche auch Raum für Geselligkeit.

Ein Konzept, das sich bereits an vielen Orten bewährt habe, betont Dittrich. Er ist überzeugt, dass die Awo mit den Wohngemeinschaftshäusern dem Wunsch der Menschen entspricht, einerseits möglichst privat und anderseits aber auch gut eingebunden und nicht allein zu sein. Bei entsprechender Nachfrage will de Awo eventuell schon im Herbst 2017 mit dem Bau des dritten bereits genehmigten Hauses beginnen.

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