Der Staub hängt wie ein Schleier über dem Land

Von: ojo
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Gegen den aufgewirbelten Staub war die Berieselungsgalerie unmittelbar an der Tagebaukante machtlos. Foto: Jonel

Schophoven. Der steife Wind dieser Tage macht den Anrainer am Ostrand des Tagebaus Inden mächtig zu schaffen. Am Montag trieben heftige Böen ganze Schwaden von Sand über die östliche Abbaukante Richtung an Schophoven vorbei. Sie lösten eine Reihe von Beschwerden aus.

Landtagsabgeordneter Josef Wirtz, als Schophovener mit den „Fahnen” aus dem Tagebau bestens vertraut, räumte am Dienstag ein, dass das Ausmaß eines Staubsturms „in dieser Heftigkeit seit Jahrzehnten” nicht zu beobachten gewesen sei.

In dem Korridor zwischen Kirchberg und Schophoven trieb gelblich-brauner Staub wie ein Vorhang über die Landschaft, färbte in Sekunden Fahrzeuge ein, legte sich wie eine zweite Haut auf die Kleidung und knirschte zwischen den Zähnen.

Als wirkungslos erwies sich die Berieselungsanlage unmittelbar am Tagebaurand. Die von RWE Power als „Staubfänger” installierten Spenkler wurden der Mengen an Sand nicht Herr oder vermischten ihn teilweise nur zu einem klebrigen Sprühnebel.

Zweifel an dem Nutzen dieser Berieselungsanlage ist einer von mehreren Punkten einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung, die Wirtz Ende Juli eingebracht hatte. Eine Antwort steht noch aus.
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