Der Landrat verliert 4,61 Prozent - und gewinnt

Von: sj
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Warten auf das Ergebnis: Der CDU-Spitzenkandidat Landrat Wolfgang Spelthahn (Mitte) beriet sich während der Auszählung mit Mitgliedern der Parteispitze in seinem Büro. Er verließ es als Wahlgewinner. Foto: sj

Kreis Düren. Der alte und neue Landrat des Kreises Düren heißt: Wolfgang Spelthahn. Mit 58,51 Prozent der Stimmen wurde der Christdemokrat am Sonntag in seinem Amt bestätigt. Herausforderer Jens Bröker von der SPD kam auf 38,32 Prozent.

Weit abgeschlagen lag der Kandidat der NPD, Ingo Haller, mit 3,17 Prozent.

„Ich bin hoch zufrieden mit dem Ergebnis, das ist ein klares Votum für eine dritte Amtszeit”, sagte Spelthahn, der bei der Wahl 2004 noch 63,1 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Dass die Kreis-CDU 6,85 Prozent der Stimmen verlor und auf 45,44 Prozent kam, wertete Spelthahn nicht als Niederlage.

„Nach zwei Wahlperioden mit absoluter Mehrheit ist dieses Ergebnis sehr zufriedenstellend”, bilanzierte Karl Schavier, der CDU-Kreisvorsitzende. „Die Forderung der Wähler ist klar: Wir sollen mit einem Partner aus dem bürgerlichen Lager unsere erfolgreiche Politik im Kreis Düren fortführen.”

Andere Schlüsse zieht SPD-Landratskandidat Jens Bröker aus dem Votum. „Der Stern Wolfgang Spelthahns sinkt”, ist der Sozialdemokrat überzeugt. Brökers Ergebnis als Kandidat sei „mehr als ein Achtungserfolg”. Die Kreis-SPD kam auf 26,98 Prozent der Stimmen, 1,92 Prozent weniger als 2004.

„Der Bundestrend ist auf dem niedrigsten Niveau seit Jahren. Wir konnten uns gegen den Trend stemmen”, bilanzierte der SPD-Unterbezirksvorsitzende Dietmar Nietan.

„Wir haben als Partei ein gutes Programm - und auch als Kandidat konnte ich mit meinen Zielen überzeugen”, ist Bröker überzeugt. Er habe eine „echte Alternative” zum alten und neuen Amtsinhaber Wolfgang Spelthahn geboten. Und wolle dies auch künftig tun. Die SPD werde versuchen, die Ziele ihres Programms verwirklichen, sagte Bröker.

Gewonnen haben auch die Politiker von Bündnis 90/Die Grünen im Kreis: Ihre Partei erhielt 9,29 Prozent der Stimmen, 1,25 Prozent mehr als bei der vergangenen Wahl. „Das ist ein gutes Ergebnis und eine Bestätigung unserer Arbeit”, sagte Sprecherin Gudrun Zentis. Das „kräftige Aufholen” beschert den Grünen zudem einen zusätzlichen Sitz im Kreistag.

Als einen „klaren Auftrag der Wähler, mit der CDU im Kreis eine Front gegen Linksbündnisse zu bilden” sieht der FPD-Kreisvorsitzende Helmut Jansen das Ergebnis der gestrigen Wahl. Die Freien Demokraten legten um 2,69 Prozent auf 8,22 Prozent zu.

Mit 4,28 Prozent der Stimmen zieht erstmals die UWG in den Kreistag ein, die Partei Die Linke erhielt 3,41 Prozent, 0,50 Prozent mehr als 2004. 2,01 Prozent der Stimmen (das bedeutet einen Sitz im Kreistag) entfielen auf die NPD, 0,38 Prozent auf die Freie Liste.
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