Der Kreis Düren ist Vorbild für Nordrhein-Westfalen

Von: knt
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Der Vorstand des Kreissportbundes Düren ehrte den Vorsitzenden des Fußballkreises Düren, Manfred Schultze (3. von rechts), für sein langjähriges Engagement. Foto: Kennet Teichmann

Düren. Bei der Mitgliederversammlung des Kreissportbundes Düren (KSB) wurde vor allem eins schnell deutlich: „Der Kreis Düren ist in vielerlei Hinsicht Vorbild für ganz NRW!“, verkündete der weiterhin als 1. Vorsitzender tätige – das ergaben die späteren Vorstandswahlen – Landrat Wolfgang Spelthahn zu Beginn.

„Wir sind Vorreiter im Kampf gegen Rechtsextremismus, haben ein System für Betriebssport bei der Sparkasse Düren eingerichtet, das seinesgleichen sucht und positiv für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber ist. Und unser Bildungswerk ist ebenfalls landesweit ein großes Vorbild“, führte Spelthahn näher aus.

Der stellvertretende Vorsitzende und Leiter des Bildungswerks, Willi Gehlen, pflichtete ihm bei: „Was das Bildungswerk angeht, stehen wir an vierter oder fünfter Stelle von 34 Bildungswerken in NRW.“ Wolfgang Spelthahn fuhr mit der Erläuterung zweier Projekte fort: „Es lohnt sich klug zu investieren. Das zeigt das Hallenbad Titz, das wir saniert haben.“

Nach knapp zehn Jahren schreibe es mittlerweile sogar schwarze Zahlen. Ein anderes ihm wichtiges Projekt betreffe die Kindergärten und Kindertagesstätten im Kreisgebiet. 50 von 160 Einrichtungen seien bereits zertifizierte Bewegungseinrichtungen. „Unserem Anspruch nach soll der Rest schnellstmöglich folgen. Bei einem Besuch von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft haben wir gemeinsam eine zertifizierte Einrichtung in Kreuzau besucht – das Fazit von Frau Kraft ist eine Auszeichnung für unsere Arbeit: ‚Ich wünschte, wir wären landesweit so weit wie Düren.‘“

Doch aus Spelthahns Sicht ist natürlich nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen im Kreis Düren: „Viele Hallen sind in den Ferien – wenn die Kinder Zeit hätten – geschlossen. In der Schulzeit werden auch noch Gebühren für die Nutzung verlangt. Das gleicht einem Treppenwitz. Unsere Forderung ist ganz klar, auch hier den Sport mehr zu unterstützen.“

Mit Blick in die Zukunft merkte der stellvertretende Vorsitzende Alfred Bergrath an, dass die Westkampfbahn – Spielstätte der SG GFC Düren 99 – 2016 überregionalen Anforderungen genügen werde. Außerdem seien Kunstrasenplätze bei den Sportfreunden Düren, Viktoria Birkesdorf, Schwarz-Weiß Düren und auch in der Gemeinde Hürtgenwald geplant.

Finanziell ist der KSB mehr als gut aufgestellt. Während im Jahr 2013 ein Überschuss von 15132,74 Euro erfasst wurde, erzielte man im Jahr 2014 sogar 16149,15 Euro Überschuss. Kein Wunder also, dass der Gesamtvorstand einstimmig entlastet wurde. Neben dem wiedergewählten Vorsitzenden Spelthahn wurden Johann Esch, Willi Gehlen und Alfred Bergrath zu seinen Stellvertretern gewählt. Wolfgang Schmitz bleibt Geschäftsführer, Martin Scholtka wurde neuer Kassenwart. Karl-Josef Steeg, Heinz-Hubert Werker und Rainer Neumann bilden den Ehrenvorstand.

Zum erweiterten Vorstand gehören Volker Eicker (2. Geschäftsführer, EDV-Beauftragter), Monika Herper (Frauenwartin), Tim Jansen (Jugendwart), Hartmut Heinen (Medienbeauftragter), Johann Esch (Pressewart), Heinz-Peter Glasmacher (Sportabzeichenbeauftragter), Dr. Hans Göntgen (Sportarzt), Birgitt Lahaye-Reiss (Sportwartin) und Lucia Breuer (Schulsportbeauftragte).

Traditionell wurde noch „eine herausragende Persönlichkeit des Sports“ von Landrat Wolfgang Spelthahn geehrt. Manfred Schultze, Vorsitzender des Fußballkreises Düren, wurde diese Ehre zuteil. „Man darf durchaus behaupten, dass er ein Leben für den Fußball und andere Sportarten führt. Besonders wichtig ist ihm der Fair-Play-Gedanke. Unzählige Menschen haben von seinem Engagement profitiert“, meinte Spelthahn bei der Ehrung.

Der gerührte Ehrenträger, der von 1968 bis 1996 Mitglied im Vorstand der Viktoria Arnoldsweiler war und zudem ab 1973 bis 1996 Kassenwart des Fußballkreises war, und seit 1996 durchgehend als Vorsitzender des Fußballkreises Düren fungiert, konnte sich das Grinsen einfach nicht verkneifen: „Das war sehr überraschend. Niemand hat mich ‚vorgewarnt‘ – die Burschen können schweigen. Schön, dass man nach so langer Zeit des Mitwirkens eine solche Anerkennung erfährt.“

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