Den Elternwillen nicht missachten

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Kreis Düren. Auf den Leserbrief von Jörg Linz zum Thema Schulentwicklungsplan hat jetzt Landrat Wolfgang Spelthahn reagiert.

„Obwohl die originäre Zuständigkeit für die Regelschulen bei den Kommunen liegt, sind wir uns im Kreis Düren einig, dass eine am demografischen Wandel orientierte Neuausrichtung unserer Schullandschaft aus einem Guss erfolgen muss. So haben die Bürgermeister aller 15 Kreiskommunen meinem Vorschlag zugestimmt, die große Herausforderung in einem eng abgestimmten Verfahren gemeinsam anzugehen”, betont der Landrat.

Bei der Wahl des Büros, das den Schulentwicklungsplan dann erarbeitet hat, habe - anders als Jörg Linz mutmaßt - keineswegs der Teufel seine Finger im Spiel gehabt. Und die Beauftragung sei auch nicht im Alleingang eines Einzelnen, sondern nach Zustimmung innerhalb der kommunalen Familie erfolgt.

Tiefe Einblicke

„Konkret haben wir - was vorgeschrieben und sinnvoll ist - den Markt befragt”, erklärt der Landrat. Dabei habe sich das Angebot der „Projektgruppe Bildung und Region” als das beste erweisen. „Das Unternehmen punktete unter anderem mit guten Referenzen und tiefen Einblicken in die Schullandschaft unserer Nachbarkreise. Überdies war es in der Lage, unseren Auftrag zeitnah abzuarbeiten”, verdeutlicht Spelthahn. „Jetzt liegt ein Schulentwicklungsplan als Vorschlag auf dem Tisch, über den in den 15 Städten und Gemeinden zu diskutieren ist, wobei der Kreis Düren gerne in die Rolle des Moderators schlüpft, damit wir zu Ergebnissen kommen, mit denen alle Kommunen, vor allem aber alle Schüler leben können. Im übrigen haben wir - das ist landesweit sicher einmalig - die Eltern aller Drittklässler befragt. Ihr klares Votum für die Gemeinschaftsschule hat mehr Gewicht als jedes Glaubensbekenntnis für diese oder jene Schulform. Denn bessere Fürsprecher ihrer Kinder gibt es nicht. Den gesellschaftlichen Wandel hält niemand auf. Auch die Schulpolitiker auf höchster Ebene nicht.”

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