Das Geld ist weg: Jobcom-Mitarbeiter wieder auf freiem Fuß

Von: bugi
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Düren. Der 59 Jahre alte Mitarbeiter der Dürener Jobcom, der rund 250.000 Euro unterschlagen haben soll, ist nach vier Wochen Untersuchungshaft wieder freigelassen worden. Das bestätigte Dr. Georg Blank von der Staatsanwaltschaft Aachen auf Anfrage. Blank: „Wir gehen davon aus, dass keine Fluchtgefahr mehr besteht.“

Der Beschuldigte habe sich zu den Vorwürfen geäußert und verfüge über soziale Bindungen. „Er ist von der Untersuchungshaft gegen Meldeauflagen verschont worden“, so der Staatsanwalt weiter. Nach dem aktuellen Ermittlungsstand soll der Beschuldigte zwischen August 2012 und September 2016 das Geld mittels fingierter Rechnungen unterschlagen haben. Weitere Fälle sind demnach nicht bekannt geworden.

Blank: „Die Summe lässt sich konkret nachvollziehen, es handelt sich dabei nicht um grobe Schätzungen.“ Blank bestätigt dabei auch die Aussage der Kreisverwaltung, dass Kunden der Jobcom finanziell nicht geschädigt wurden. Der 59-Jährige habe fiktive Personalien genutzt, um den Betrug zu begehen. Bei den Rechnungen habe es sich um Reparaturen eines Kfz-Betriebes gehandelt. Blank: „Wir gehen derzeit davon aus, dass andere Beteiligte möglicherweise profitiert haben.“

Zurückhaltens ist der Staatsanwalt in dem Punkt deshalb, weil der Aussteller der Rechnungen den Vorwurf bestreitet. Geld konnte bei dem 59-Jährigen nicht mehr gefunden werden. „Das ist weitestgehend verbraucht“, erklärt Blank. Offenbar unter anderem für ausgedehnte Reisen ins Ausland. Blank: „Der Mann hat auf größerem Fuß gelebt, als es sein Einkommen hergab.“ Dennoch habe man „vermögensabschöpfende Maßnahmen“ ergriffen. So werden noch mehrere Konten überprüft, und die Staatsanwaltschaft hat einen Vollstreckungstitel in Höhe des Schadens erwirkt.

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