Christian Runkel: Unterricht am Gymnasium Nr. 17

Von: sj
Letzte Aktualisierung:
11699219.jpg
Zum dritten Mal ist der ehemalige GaW-Lehrer zu Gast im Partnerkreis Mytischtschi. Foto: Johnen

Kreis Düren/Moskau. Beim dritten Mal ist es Tradition: Christian Runkel, der viele Jahre am Dürener Gymnasium am Wirteltor (GaW) unterrichtet hat, ist derzeit wieder als Gast in Mytischtschi. Es ist sein dritter Aufenthalt als Deutschlehrer am „Gymnasium Nr. 17“. Der Kreis Düren und der Moskauer Bezirk Mytischtschi pflegen seit fünf Jahren eine Partnerschaft.

Bereits in den Jahren 2013 und 2015 stand Runkel, der viele Schüleraustausche begleitet hat, als Lehrer vor russischen Schülern.

Am 20. Januar ist Christian Runkel nach Moskau geflogen, am 11. Februar wird er die Rückreise antreten. Drei Schulwochen lang sollte jede Deutsch-Klasse sechs Schulstunden Unterricht bei dem Lehrer aus Deutschland bekommen. Da in Moskau jedoch die Grippe grassiert, wurden alle Schulen geschlossen. „Vieles von dem, was ich mir für den Unterricht vorgenommen hatte, muss leider ausfallen“, bedauert Runkel.

„Als Ersatz versuchen der Schulleiter und Elena, die Deutschlehrerin, mir einen tollen Ersatz mit vielen Ausflügen und Besichtigungen zu bieten: So waren wir beispielsweise in einer sehr gut aufbereiteten Ausstellung über die russische Geschichte bis zum Ende der Zarenzeit 1917. Heute fahren wir bis Sonntag nach Nizhni Novgorod, einer der altrussischen Städte.“ Am Mittwoch nahm Runkel an einem Empfang beim Bezirksleiter in Verbindung mit einer Videokonferenz zwischen dem Bezirksleiter und Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn zum fünfjährigen Bestehen der Partnerschaft teil.

„Da ich mich seit Sommer 2012 in der Freistellungsphase meiner Altersteilzeit befinde, habe ich diese ‚Arbeit‘ als Deutschlehrer als eines meiner Hobbys betrachtet“, erklärt Christian Runkel. Er freue sich, Schülern die deutsche Sprache näherzubringen – und einige von ihnen auch für Schüleraustausche vorbereiten zu können. „Diese Extrastunden helfen bestimmt“, ist er überzeugt.

Der Bezirk Mytischtschi hat bei diesen drei „Arbeitsbesuchen“ jeweils die Hotelkosten übernommen, das Gymnasium bezahlt das Mittagessen in der Mensa, die Flugkosten zahlt Runkel. Der Schulleiter und Runkels russische Kollegin hätten den Gast jedes Mal zu Ausflügen eingeladen, beispielsweise nach Jasnaja Poljana, dem Landhaus von Leo Tolstoi. „Die Gastfreundschaft hier ist enorm“, bedankt sich Christian Runkel für die gute Aufnahme.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.