CDU strebt absolute Mehrheit im Kreistag an

Von: sj
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Der langjährige Fraktionsvorsitzende Karl Schavier stimmte die Kreis-CDU auf den bevorstehenden Wahlkampf ein. Foto: Johnen

Kreis Düren. Das Ziel ist gesteckt: „Wir kämpfen um die absolute Mehrheit“, stimmte Karl Schavier, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, die Delegierten der Kreispartei bei der Aufstellung der Kreistagskandidaten auf den Wahlkampf ein. In der Aula der Dürener Landschaftsschule hat die Kreis-CDU am Wochenende ihre Mannschaft für die Wahl am 25. Mai zusammengestellt.

Überlegungen, nach 30 Jahren Kreistagsarbeit nicht mehr anzutreten, habe es zwar kurz gegeben; er habe diese aber verworfen, sagte der langjährige Fraktionsvorsitzende Karl Schavier unserer Zeitung. „Ich habe noch sehr viel Spaß an der Arbeit und möchte sie fortsetzen.“

Auf Kontinuität setzt auch der Kreisparteivorsitzende Thomas Rachel (MdB): „Wir wollen auch in Zukunft mit Landrat Wolfgang Spelthahn die gestaltende Kraft im Kreis Düren sein.“ Wolfgang Spelthahn konnte wegen eines grippalen Infekts nicht an der Versammlung teilnehmen, entschuldigten Schavier und Rachel den Landrat. Die Frage, ob Spelthahn 2015 erneut als Landratskandidat zur Verfügung steht, ist für die Kreis-CDU offenbar keine mehr, auch wenn sich der Amtsinhaber selber öffentlich noch nicht geäußert hat.

Bei der Vorstellung des Wahlprogramms warf Karl Schavier einige Schlaglichter auf „Zukunftsthemen“. Die CDU werde „nicht müde, das „dritte Gleis“ zwischen Aachen und Düren zu fordern“, sagte der Fraktionsvorsitzende. Auch der Ausbau der Rurtalbahn zwischen Linnich und Baal sowie die Reaktivierung der Bördebahn stehen auf der Agenda der Christdemokraten. Das Thema Breitbandverkabelung soll weiter verfolgt werden. Die Kreis-CDU gab ein klares Bekenntnis zur „Brückentechnologie Braunkohle“ ab, will aber auch Verantwortung in der Strukturentwicklung und beim Ausbau der erneuerbaren Energien übernehmen. Auch das Thema Bildung habe einen hohen Stellenwert. So soll der Kreis Düren „seinen Spitzenplatz in der frühkindlichen Bildung behalten“, die CDU strebt einen weiteren Ausbau der U3-Betreuung an, um die 60-Prozent-Marke zu knacken.

Im Schul- und Berufsschulsystem setzte sich die CDU für den Erhalt der Trägervielfalt ein. Dazu gehören auch das Franziskus-Gymnasium in Vossenack, die Dürener Angela-Schule, das Mädchengymnasium in Jülich und das Gymnasium Haus Overbach. Angesichts des demografischen Wandels soll der Ausbau von Hilfs- und Unterstützungsnetzwerken für Betroffene und deren Angehörige weiter ausgebaut werden. Kultur, Sport und Ehrenamt sollen gestärkt werden.

Karl Schavier ging in seiner Rede auch darauf ein, dass es im Vorfeld der Kandidatenkür „hier und da Diskussionen gegeben hat“. Die CDU habe nicht „wie andere Parteien die Presse um Mithilfe nach geeigneten Kandidaten bemühen müssen“, konnte sich Schavier einen Seitenhieb auf politische Mitbewerber nicht verkneifen. Dass es mehr Kandidaten als freie Plätze gab, sei „Zeichen einer lebendigen Partei“. Der Fraktionsvorsitzende stellte aber auch klar: „Der innerparteiliche Wahlkampf ist mit dem heutigen Tag beendet.“

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