Kreis Düren - CDU lehnt eine Verlängerung der Grundschulzeit ab

CDU lehnt eine Verlängerung der Grundschulzeit ab

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Kreis Düren. Die CDU des Kreises Düren hat einen Arbeitskreis Bildung gegründet. Dem Arbeitskreis gehören Landrat Wolfgang Spelthahn, Josef Wirtz (MdL), Marco Johnen, Astrid Natus-Can, Gaby Schmitz-Esser, Jens Hoevelmann an und Thomas Floßdorf, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses der Stadt Düren, der das Gremium leitet.

Gast der ersten Sitzung war der Bezirksvorsitzende des Philologenverbands Peter Lochner. In der Diskussion um das gegliederte Schulsystem betonte Lochner, dass es nun an der Zeit sei, die Reformen weiter wirken zu lassen. Es sei nicht sinnvoll, das Schulsystem erneut zu reformieren.

Einig war sich die Bildungskommission darin, dass eine Verlängerung der Grundschulzeit, wie sie die rot-grüne Minderheitsregierung plane, unsinnig sei. „Das kostet mehrere hundert Millionen Euro an Umbaukosten, da es für diese Pläne vor Ort keine Infrastruktur gibt”, betonte Josef Wirtz. „Zudem gibt es keine Studie, die belegt, dass eine Verlängerung der Grundschulzeit zu besseren Ergebnissen führt”, ergänzte Floßdorf.

Das Gegenteil sei der Fall, gerade diejenigen Bundesländer, die eine sechsjährigen Grundschulzeit eingeführt haben - wie zum Beispiel Bremen - schneiden bei allen Bildungsvergleichen am schwächsten ab.

Klar positioniert haben sich die CDU-Schulexperten für den Erhalt des Gymnasiums. Der Zulauf an Schülern an die Gymnasien ist konstant hoch. „Eine Verlängerung der Grundschulzeit auf sechs Jähre hätte auch erheblich Konsequenzen für das Gymnasium.

Denn dann müsste dieses in nur noch sechs statt bisher acht Jahren die Kinder auf das Abitur vorbereiten”, erläutern Floßdorf und Wirtz. Damit einher gingen unter anderem eine Verdichtung der Lehrpläne sowie eine Veränderung der Fremdsprachenfolge.

Deswegen fordert der Arbeitskreis Bildung, die Schüler nicht für einen derartigen Schulversuch zu benutzen. Es sei wichtiger, eine gute Ausstattung an Lehrern und Investitionen in das bestehende System zum Wohle der Kinder zu tätigen.

Thomas Floßdorf kündigte an, dass weitere Gespräche mit Schulexperten folgen werden. Als Themen stünden unter anderem Inklusion sowie Schulverbünde auf der Tagesordnung.

Der Arbeitskreis Bildung hat den Auftrag, ein Positionspapier für den CDU-Kreisverband zu erarbeiten, dass dann zur Diskussion gestellt wird.
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