CDA fordert respektvollen Umgang

Von: fjs
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Arbeit und Umwelt waren vorrangige Themen beim Politischen Aschermittwoch des CDA-Kreisverbandes mit dem Klima-Experten Michael Kühn (r.), den CDA-Vorsitzender Dr. Ralf Nolten und CDU-Kreisverbandsvorsitzender Thomas Rachel begrüßten. Foto: Fred Schröder

Kreis Düren. Der Themen gab es viele beim politischen Aschermittwoch des Kreisverbandes der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA). Natürlich standen Klimafragen im Vordergrund, denn der Referent ist dafür ein ausgewiesener Experte.

Michael Kühn aus Bonn arbeitet seit 2007 für die Deutsche Welthungerhilfe als Referent für Klimapolitik. Erfahrungen sammelte er unter anderem für die Vereinten Nationen in El Salvador, bei Greenpeace in Hamburg und für den Lutherischen Weltbund in der Karibik.

Michael Kühn malte zunächst das alte Muster. Zuerst kommt die Wirtschaft mit den Arbeitsplätzen und dann erst die Umwelt. In Anbetracht brennender Urwälder auf Sumatra mit der Freisetzung riesiger CO2-Mengen, Überschwemmungen in Südamerika wie auch in Europa und tagelangem Smog-Alarm in Peking dürfte diese Rangordnung wohl überholt sein. Selbst die Lärm-, Feinstaub- und Geruchsbelästigungen in direkter Umgebung seien nicht zu übersehende Warnsignale.

Die CDU-Arbeitnehmer interessierte aber auch, wie es mit den Arbeitsverhältnissen im Bergbau, der Textilindustrie und auf den riesigen Plantagen weiter geht. Der Referent sprach von weit verbreiteten „Nach mir die Sintflut“-Haltungen und einer Technikgläubigkeit, die weder Umweltschädigung noch den Wert der Arbeit in anderen Regionen der Welt achtet.

„Diese Haltung steht am Pranger“, so Michael Kühn. „Bedeutet nicht respektvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen auch eine humanere Arbeitswelt?“, fragte er und kam zu dem Schluss, dass es andere Wege des Wachstums und der Arbeitsplatzbeschaffung geben muss, die nicht mit dem Raubbau an Natur und Umwelt verbunden sind.

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